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Eine Krankenschwester bat von Ohrid bis Skopje um einen Arzt und verlor ihr Kind: die Klinik bildet eine Kommission, weist aber einen Teil der Vorwürfe zurück

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Eine Krankenschwester bat von Ohrid bis Skopje um einen Arzt und verlor ihr Kind: die Klinik bildet eine Kommission, weist aber einen Teil der Vorwürfe zurück

Eine Krankenschwester mit zehn Jahren Dienst im Gesundheitswesen bekam keinen Arzt, als sie einen brauchte. Das ist der Satz, der die ganze Geschichte von Ljubica Šavreska aus Ohrid erklärt - eine Frau, die das System von innen kennt und trotzdem in der 24. Schwangerschaftswoche ohne Hilfe blieb.

Ihren Bericht machte sie öffentlich und wandte sich direkt an das Gesundheitsministerium und den Minister. Sie sagt, sie habe mit starken Schmerzen und Blutungen in mehreren Einrichtungen um eine Untersuchung gebeten - von Ohrid über Struga bis Skopje. Die Schwangerschaft endete mit dem Verlust des Kindes.

Der Weg, den sie beschreibt

Nach ihrer Aussage bekam sie in der gynäkologischen Notaufnahme in Ohrid einen zweiminütigen Ultraschall und die Erklärung, der Schmerz komme von der Lage des Kindes. Der Arzt habe dem Personal danach gesagt, man solle ihn um 3:30 Uhr wegen solcher Dinge nicht wecken, außer die Geburt beginne. In Struga sagte man ihr, es handle sich womöglich um eine Nierenkolik. Erst am nächsten Tag wurde zurück in Ohrid ein verkürzter Muttermund von 13 Millimetern festgestellt - samt Empfehlung, nach Skopje zu fahren.

In Skopje verschlechterte sich ihr Zustand nach eigener Darstellung mit starken Blutungen und heftigen Schmerzen, auf ihre Fragen nach Wehen und nach einer Cerclage bekam sie unbestimmte Antworten. Am Ende erreichte sie über persönliche Kontakte ein Privatkrankenhaus, wo sie, wie sie sagt, sofort aufgenommen wurde und Therapie, Untersuchungen und psychologische Unterstützung erhielt.

Ihr Satz, der bleibt: Sie verlange kein Privileg, sondern ein System, in dem niemand um ein Privileg betteln muss, um gerettet zu werden.

Die zwei Versionen

Die Universitätsklinik für Gynäkologie und Geburtshilfe hat eine interne Kommission zur Qualitätskontrolle gebildet, die den Fall prüfen wird. Gleichzeitig weist sie einen Teil ihrer Vorwürfe zurück. Die Klinik erklärt, die Patientin habe die angemessene Therapie erhalten, sie sei zu keinem Zeitpunkt in einem lebensbedrohlichen Zustand gewesen und habe die Klinik auf eigenen Wunsch gegen ärztlichen Rat verlassen.

Laut Version der Klinik wurde sie am 10. September um 03:22 Uhr aufgenommen, in der Woche 24+2, mit drohender Frühgeburt und verkürztem Muttermund. Durchgeführt wurden transabdominale und transvaginale Ultraschalluntersuchungen, Laboranalysen und eine Urinkultur, danach wurde eine symptomatische und tokolytische Therapie nach Protokoll verabreicht. Bei der Aufnahme wurde eine spärliche dunkelrote Blutung vermerkt - dort, wo die Patientin von starker Blutung spricht.

Die beiden Seiten gehen also genau an der Stelle auseinander, an der alles entschieden wird: wie schwer der Zustand war und ob ihr jemand erklärt hat, was mit ihr geschieht. Die eine Seite hat Dokumentation. Die andere hat nur die Erinnerung an die Stunden des Wartens.

Wer das feststellen wird

Das Gesundheitsministerium hat beim Staatlichen Sanitär- und Gesundheitsinspektorat eine außerordentliche Überprüfung des Vorgehens der Einrichtungen und des Personals beantragt. Nach der Inspektion kündigt das Ressort die Bildung einer Kommission zur fachlichen Aufsicht über die beteiligten Gesundheitsmitarbeiter an. Würden Versäumnisse festgestellt, so das Ministerium, werde man nach den Vorschriften handeln.

Das ist das korrekte Verfahren - und es beginnt, nachdem Šavreska öffentlich gesprochen hat. Die Frage ist nicht, ob das Inspektorat seine Arbeit machen wird. Die Frage ist, wie viele Patientinnen ohne zehn Jahre im Gesundheitswesen und ohne öffentliche Stimme dieselbe Nacht durchgemacht haben, ohne dass jemand für sie eine Kommission gebildet hätte.