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Drohnen trafen Noworossijsk: Vier Tote, darunter ein Kind, und die Zahl kommt nur von einer Seite

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Drohnen trafen Noworossijsk: Vier Tote, darunter ein Kind, und die Zahl kommt nur von einer Seite

Vier Tote, darunter ein Kind, und weitere 29 Verletzte. So lautet die Bilanz des nächtlichen Drohnenangriffs auf Noworossijsk, den russischen Schwarzmeerhafen, laut dem Gouverneur der Region Krasnodar.

„Gestern Nacht wehrten unsere Truppen einen massiven Angriff feindlicher Drohnen in der Region ab. Der Hauptschlag galt Noworossijsk. Leider kamen vier Personen ums Leben, darunter ein Kind“, teilte der Gouverneur mit. Drei der Verletzten sind in schwerem Zustand. Beschädigt wurden Wohnhäuser sowie Gebäude einer orthodoxen Kirche und eines Kindergartens.

Der Einsatzstab hatte zuvor mitgeteilt, Teile abgeschossener Drohnen seien nahe einem Privathaus und auf dem Gelände eines Betriebs niedergegangen, woraufhin ein Brand ausbrach. Die Untersuchung der Folgen läuft.

Ein Hafen, kein Schlachtfeld

Noworossijsk ist nicht die Front. Es ist der größte russische Schwarzmeerhafen, der Punkt, über den ein Teil des russischen Erdöls das Land verlässt - und genau deshalb ist es ein Ziel. Doch die Mitteilung spricht nicht von Terminals und Pipelines. Sie spricht von Wohnhäusern, einem Kindergarten, einer Kirche. Wenn das stimmt, hat sich die von allen Seiten dieses Krieges beworbene Präzision erneut als Theorie erwiesen.

Hier ist Vorsicht bei den Zahlen angebracht. Das ist die Mitteilung einer Seite über einen Angriff der anderen, ohne unabhängige Überprüfung vor Ort. Umgekehrt gilt dasselbe - sowohl Kiew als auch Moskau schildern die Opfer der Gegenseite weit ausführlicher als die eigenen. Wenn die Zahl der Toten ausschließlich von demjenigen kommt, der ein Interesse an ihr hat, sollte diese Zahl weitergegeben, aber nicht als endgültig behandelt werden.

Keiner Überprüfung bedarf die Geografie. Das Schwarze Meer ist ein geschlossenes Meer mit begrenzter Zahl an Ausgängen, und seit Kriegsbeginn ist jeder Hafen daran ein potenzielles Ziel. Der Balkan sitzt an derselben Küste - Bulgarien und Rumänien liegen am selben Wasser. Wie oft muss eine Drohne nahe fremder Schwelle einschlagen, bis jemand ausrechnet, wie eng dieses Meer ist?