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16 Verletzte beim nächtlichen russischen Angriff auf Odessa: Wohnhaus, Kindergarten, Hotel zerstört - das Ziel war nicht militärisch, das Ziel war die Stadt

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Sechzehn Verletzte, die meisten im Bezirk Prymorskyi in Odessa. Ein hohes Wohnhaus, ein fünfstöckiges Gebäude, ein Kindergarten, ein Einkaufszentrum, ein Hotel, Verwaltungsräume, Lagerhäuser, ein Garagenkomplex. Dutzende Busse und Fahrzeuge zerstört. Das Ziel des nächtlichen russischen Angriffs war keine militärische Infrastruktur. Es war die Stadt selbst.

"Die größten Schäden wurden im Bezirk Prymorskyi verzeichnet", teilte Serhij Lyssak, Leiter der örtlichen Militärverwaltung, mit. Über 280 Rettungskräfte und 68 Einsatzfahrzeuge. Das Hilfszentrum für die Bewohner wurde sofort aktiviert. Das ist mittlerweile Routine in Odessa - die Stadt ist seit 2022 ohne Pause Ziel.

In der Nacht zum 30. April, während Putin und Trump in einem warmen Telefongespräch über ihre "ähnlichen Bewertungen Selenskyjs" sprachen, brannte Odessa. Kein Krieg der Großmächte - ein Krieg gegen einfache Menschen, die nicht am Verhandlungstisch sitzen, nicht bei Gipfeln, nicht bei den "Zeitplänen" zur Beendigung von Konflikten.

Odessa ist ein Symbol für etwas Spezifisches. Es ist nicht die Front, es ist die Stadt - ein russischsprachiger Ort, der sich weigert, die Ukraine aufzugeben. Deshalb sind russische Angriffe hier anders - sie sollen etwas beweisen. Dass die Ukraine nicht einmal ein so wichtiges Symbol verteidigen kann.

Für den Balkan, der ebenfalls an einem Ort lebt, wo Städte oft zu Symbolen politischer Kämpfe werden (Sarajevo, Vukovar, Priština) - das Bild ist vertraut. Angriffe auf zivile Objekte mit klarer Botschaft: Wenn der Ort Bedeutung hat, triff den Ort. Die Geschichte des 20. Jahrhunderts hat uns gelehrt, dass das langfristig nie funktioniert. Aber es hat die Mächtigen nie daran gehindert, es zu benutzen.