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Erster mazedonischer Bischof, der nach 36 Jahren auf dem Athos zelebrierte: Die Konzelebration ist Anerkennung, der Tomos ist noch nicht unterschrieben

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Erster mazedonischer Bischof, der nach 36 Jahren auf dem Athos zelebrierte: Die Konzelebration ist Anerkennung, der Tomos ist noch nicht unterschrieben

Erstmals seit sechsunddreißig Jahren zelebrierte Bischof Parthenios von Antania, Abt des Klosters Bigorski, auf dem Heiligen Berg Athos. Das letzte Mal war er dort als junger Theologiestudent und Novize im Kloster Grigoriou, unter der geistlichen Führung des Altvaters Georgios Kapsanis. Nun kehrte er als Bischof zurück.

Er zelebrierte am Fest des heiligen Panteleimon im Skiti Koutloumousiou, gemeinsam mit Bischof Athenagoras, Weihbischof des Ökumenischen Patriarchats. Genau dieses Detail macht die Nachricht zu mehr als einer Pilgerreise.

Warum eine Konzelebration Politik ist

Es ist die erste bischöfliche Konzelebration eines Vertreters der Mazedonischen Orthodoxen Kirche - Erzbistum Ohrid auf dem Athos unter den neuen kirchlichen Bedingungen: jenen, die nach 2022 entstanden, als das Ökumenische Patriarchat den kanonischen Status der Mazedonischen Orthodoxen Kirche nach 55 Jahren der Nichtanerkennung anerkannte.

Der Athos ist kein gewöhnlicher Ort für eine solche Gebärde. Dort wird nach strenger Ordnung zelebriert, und wer mit wem vor dem Altar steht, ist kein Zufall, sondern eine Aussage. Denn die Konzelebration ist in der orthodoxen Tradition die Definition von Anerkennung: Man zelebriert nicht mit jemandem, dessen Status umstritten ist.

Diese Liturgie sagt also mehr als jede Pressekonferenz über die Beziehungen zwischen Skopje und dem Phanar.

Was noch nicht gelöst ist

Doch bevor jemand das Ende des Streits verkündet, lohnt eine Erinnerung daran, was zwischen den Seiten steht. Die Frage des Tomos der Autokephalie bleibt offen, und die Forderungen des Ökumenischen Patriarchats - darunter der Verzicht auf den Namen „Mazedonische Orthodoxe Kirche” und auf die Jurisdiktion über Gläubige außerhalb des Landes - wurden bislang als unannehmbar bewertet.

Das heißt: anerkannter kanonischer Status, aber keine abgeschlossene Sache. Die Kirche kann konzelebrieren, aber nicht das Dokument bekommen, das die Geschichte schließen würde.

Symbol oder Schritt

Die Mitteilung des Klosters Bigorski betont die persönliche Dimension: ein Mann, der einst als scheuer Novize dorthin kam, kehrt „als Mönch, Priester und Bischof” zurück. Ein schöner Satz und höchstwahrscheinlich ein ehrlicher.

Für jene, die die kirchlichen Beziehungen verfolgen, zählt aber die andere Seite. Symbole auf dem Athos sind selten zufällig, und dieses Symbol ist genau so viel wert wie das, was ihm folgt. Kommt in einigen Monaten kein einziger neuer Schritt zum Tomos, dann war das ein schönes Foto. Kommt einer - dann lohnt es sich als der erste zu erinnern.