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Ein Polizist aus Prilep verkaufte die Geheimnisse der Ermittlung an den Anwalt eines Verdächtigen

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Ein Polizist aus Prilep verkaufte die Geheimnisse der Ermittlung an den Anwalt eines Verdächtigen

Ein Polizist aus Prilep fand sich auf der anderen Seite des Gesetzes wieder, das er schützen sollte. Laut Anklage gab er einem Anwalt vertrauliche Informationen aus einer Ermittlung weiter - Aussagen von Personen, die in Haft gewesen waren, und Daten zu erlassenen Haftbefehlen. Nun muss er sich selbst wegen Verrats eines Amtsgeheimnisses verantworten.

Der Fall verlief, wie mitgeteilt wurde, in zwei Schritten. Am 16. Mai 2025 gelangte der Polizist, bezeichnet als B.T. von der Abteilung für Kriminalangelegenheiten in Prilep, im Rahmen seiner Arbeit an klassifizierte Vorermittlungsdaten. Drei Tage später, am 19. Mai, landeten diese Informationen bei einem Anwalt - privat über eine Mobil-App verschickt.

Die Strafanzeige reichte der Sektor für interne Kontrolle bei der Staatsanwaltschaft für organisierte Kriminalität und Korruption ein. Auf dem Papier funktionierte das System - die interne Kontrolle erwischte einen der eigenen Leute. Aber die Frage, die bleibt, ist größer als ein Polizist: Wie viele solcher Lecks erreichen nie eine Anzeige?

Wenn jene, die die Geheimnisse von Ermittlungen hüten, mit ihnen handeln oder sie verschenken, wird das gesamte Strafverfahren zum Spiel mit gezinkten Karten. Ein Bürger, der glaubt, die Ermittlung sei geschützt, während der Anwalt des Verdächtigen ihren Inhalt bereits kennt - das ist kein technischer Fehler, sondern ein Riss im Fundament der Justiz selbst.