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Die Sanktionen sollten Russland ersticken, und es hortet still das Gold: Zweiter der Welt bei der Förderung

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Die Sanktionen sollten Russland ersticken, und es hortet still das Gold: Zweiter der Welt bei der Förderung

Während der Westen darauf setzte, dass die Sanktionen die russische Wirtschaft ersticken würden, grub Moskau still - buchstäblich. Russland förderte 2024 rund 330 Tonnen Gold und stieg auf den zweiten Platz der Welt, direkt hinter China. Und für 2025 behaupten die russischen Behörden, die Produktion sei auf 480 bis 485 Tonnen gesprungen. Wenn das stimmt, sind das fast 50 Prozent mehr in einem einzigen Jahr.

Die Zahl ist kein Zufall. Wenn ein Land nicht frei mit Dollar und Euro handeln kann, wird Gold zur einzigen Reserve, die ihm niemand mit einer Unterschrift einfrieren kann. Deshalb gibt Moskau nicht aus - es lagert ein.

Allein 2024 wurden in Russland 229 neue Goldvorkommen entdeckt, so viele wie seit Jahren nicht. Eines davon, das Vorkommen Antichko im Gebiet Magadan, soll Schätzungen zufolge rund 104 Tonnen Gold bergen. Der Kreml behauptet, die bestätigten Gesamtreserven überstiegen bereits 16.745 Tonnen, plus weitere 3.500 Tonnen, die bewusst außerhalb der Hauptbilanz gehalten werden.

Westliche Analysten glauben nicht jeder russischen Zahl. Das Beratungshaus „Metals Focus” schätzt, dass die tatsächliche Produktion für 2025 näher bei 345 Tonnen liegt, nicht bei fast einer halben Million. Der Zweifel ist begründet - Moskau hat die Angewohnheit, seine Daten aufzublähen, wenn es eine Botschaft senden will. Doch selbst die niedrigere Schätzung hält Russland unter den drei größten Produzenten des Planeten.

Die Logik hinter all dem ist kalt und berechnet: Die Goldreserven sind in einem Fünfjahreszeitraum um rund 4.560 Tonnen gewachsen. Das ist keine Handelsstrategie - es ist die Vorbereitung auf eine Welt, in der dein Papiergeld über Nacht blockiert werden kann.

Und hier kommt die Frage, die uns alle auf dem Balkan trifft. Wenn die größten Akteure Gold als Versicherung gegen Sanktionen und Finanzschläge horten, was tun kleine Volkswirtschaften wie unsere? Wir halten unsere Reserven in genau jenen Währungen, die die Großen meiden. Wenn der Elefant mit Gold spielt, sollte die Maus wenigstens darauf achten, wo sie ihr Geld aufbewahrt.