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Russland dreht den Dieselhahn zu und weltweit springen die Preise: Der Krieg erreicht unseren Tank

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Russland dreht den Dieselhahn zu und weltweit springen die Preise: Der Krieg erreicht unseren Tank

Russland zog an einem Hebel und die Dieselpreise weltweit sprangen sofort in die Höhe. Der russische Vizepremier Alexander Nowak gab bekannt, dass das Land den Dieselexport aussetzt, um den heimischen Markt zu stabilisieren und die Kraftstoffknappheit im Inland zu beheben - und die Folgen waren innerhalb von Stunden zu spüren.

Die Zahlen sind brutal. Der Dieselpreis in den USA sprang um über 13 Prozent, an der Londoner Börse legten die Futures um 14 Prozent zu und erreichten 1.114 Dollar pro Tonne. Der Grund ist einfach: Russland ist der zweitgrößte Dieselexporteur der Welt, und andere Raffinerien haben nicht genug freie Kapazität, um das russische Angebot rasch zu ersetzen. Wenn der zweitgrößte Lieferant den Hahn zudreht, wackelt der ganze Markt.

Und damit ist es nicht vorbei. Die Entscheidung fiel fast gleichzeitig mit Donald Trumps Schritt, die vorübergehenden Sanktionsbefreiungen für iranisches Öl zu streichen - ein doppelter Schlag, der die Unsicherheit der Märkte nur verschärfte. Analysten warnen vor weiteren Preissteigerungen, falls das Verbot andauert oder die Versorgung aus anderen Quellen gestört wird.

Und wer zahlt am Ende? Wie immer - der einfache Mensch an der Zapfsäule. Ungarn und andere von Dieselimporten abhängige europäische Länder sehen sich bereits unvermeidlichen Preissteigerungen gegenüber. Bei uns, wo Kraftstoffpreise ohnehin ein heikles Thema sind, treffen solche Erschütterungen schnell und ohne Vorwarnung ein. Ein Krieg, der fern wirkt, hat einen sehr konkreten Weg, unseren Teller und unseren Tank zu erreichen - und wir schauen, wie üblich, nur zu, wie die Zahlen an der Zapfsäule steigen.