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Großbritannien ändert ein 52 Jahre altes Gesetz, um einen Mann abzuschieben: den Anführer einer Pädophilen-Bande

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Großbritannien ändert ein 52 Jahre altes Gesetz, um einen Mann abzuschieben: den Anführer einer Pädophilen-Bande

Großbritannien ändert ein über ein halbes Jahrhundert altes Gesetz, nur um einen Mann abzuschieben - den Anführer der berüchtigten Bande für sexuellen Kindesmissbrauch in Rochdale. Eine Geschichte darüber, wie das System manchmal erst aufwacht, nachdem der Schaden längst angerichtet ist.

Es geht um Shabir Ahmed, der kürzlich, Anfang Juli 2026, nach verbüßten 14 Jahren aus dem Gefängnis entlassen wurde. Das Problem? Ein Gesetz von 1973 verhindert die Abschiebung ausländischer Staatsbürger, die vor jenem Jahr ins Land kamen, selbst nach einer Verurteilung für schwerste Verbrechen. Ahmed wurde die britische Staatsbürgerschaft entzogen, doch genau diese alte Gesetzeslücke schützte ihn vor der Rückführung nach Pakistan.

Was seine Bande zwischen 2008 und 2010 tat, ist schon schwer zu lesen. Sie zielten auf verletzliche Kinder, manche erst 12 Jahre alt, lockten sie mit Alkohol und Drogen und beuteten sie dann aus. Eine spätere unabhängige Untersuchung stellte fest, dass Polizei und lokale Behörden trotz zahlreicher Warnungen „schwere und wiederholte Versäumnisse" in ihrer Reaktion begingen. Mit anderen Worten - das System wusste es und schwieg jahrelang.

Nun, nach Ahmeds Freilassung und dem öffentlichen Aufschrei (eines der Opfer erklärte, es fürchte um seine Sicherheit), kündigte die britische Innenministerin Änderungen an, die die Abschiebung solcher Täter ermöglichen sollen - vorausgesetzt, Pakistan nimmt sie auf. Die Frage, die in der Luft hängt, ist, warum ein Mann freikommen musste, um eine 52 Jahre alte Lücke zu schließen. Auf dem Balkan kennen wir dieses Muster gut - Gesetze ändern sich erst, nachdem jemand bereits den Preis bezahlt hat. Gerechtigkeit, die zu spät kommt, ist nur halbe Gerechtigkeit.