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Eine Drohne über 800 Kilometer: Russland verliert einen weiteren Bomber, den es nicht ersetzen kann

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Eine Drohne über 800 Kilometer: Russland verliert einen weiteren Bomber, den es nicht ersetzen kann

Seit Jahren baut Russland Unterstände, Attrappen-Flugzeuge und Betonbunker, um seine strategischen Bomber zu verstecken. Und wieder verwandelte eine einzige Drohne, die rund 800 Kilometer flog, all das in Alteisen.

Satellitenbilder vom 19. Juli bestätigten, dass auf dem Militärstützpunkt Engels-2 im Gebiet Saratow ein russischer strategischer Bomber Tu-95MS zerstört wurde. Quellen zufolge führte der ukrainische Sicherheitsdienst die Operation am 16. Juli mit Langstreckendrohnen durch. Auf den Bildern sind zwei Tu-95MS-Bomber zu sehen, einem ist das Heck völlig abgerissen. Das Feuer breitete sich durch den Rumpf aus und erreichte den Innenraum, in dem Marschflugkörper gelagert werden.

Der Schaden ist so groß, dass die Maschine nicht mehr repariert werden kann. Und hier liegt der Punkt, den Moskau nicht laut sagen will: Die Tu-95MS ist eine sowjetische Konstruktion, die längst nicht mehr produziert wird. Jedes abgeschossene Exemplar ist ein Verlust, der durch nichts zu ersetzen ist. Das ist kein Panzer, der in ein paar Monaten aus einer Fabrik rollt.

Die Tu-95MS ist die Hauptplattform, von der aus Russland H-101-Marschflugkörper außerhalb der Reichweite der ukrainischen Luftabwehr abfeuert. Mit anderen Worten: Jeder solche Bomber ist Teil der Maschine, die seit Monaten ukrainische Städte trifft. Laut dem Analyseprojekt Oryx hat Russland seit Kriegsbeginn mindestens zehn solcher Flugzeuge verloren, fast alle zerstört, während sie ruhig auf ihren Stützpunkten geparkt standen.

Und der Stützpunkt Engels-2 hat sich wirklich bemüht, sich zu schützen. Satellitenbilder vom Juni zeigten mindestens siebzehn verstärkte Unterstände, die eigens für diese Bomber gebaut wurden. Und trotz alledem blieb das getroffene Flugzeug auf offener Startbahn ungeschützt. Millionen in Beton investiert, und die Maschine steht draußen geparkt wie ein Auto vor einem Geschäft.

Die Botschaft ist größer als ein ausgebrannter Bomber. Russlands strategische Luftwaffe, der Stolz seines Militärs, bleibt Hunderte Kilometer tief im eigenen Territorium verwundbar. Wenn eine Drohne, die einen Bruchteil des Preises eines Bombers kostet, genau diesen Bomber auf einer heimischen Startbahn in Brand setzen kann, ist die Frage nicht, ob es wieder passiert, sondern wann.