Skip to content

Rekrutierer oder Erpresser: SBU verhaftet acht in Odessa beim Aufteilen der Beute

1 Min. Lesezeit
Teilen

Schüsse, Verhaftungen und Chaos am helllichten Tag - der ukrainische Sicherheitsdienst (SBU) stürmte die Innenstadt von Odessa und nahm mindestens acht Mitarbeiter des Territorialen Rekrutierungszentrums fest. Der Grund? Schutzgelderpressung, Korruption und interne Abrechnungen unter den Rekrutierern selbst.

Zwei Transporter, Schlagstöcke und Bargeld

Der SBU stoppte zunächst einen Transporter am Michailowski-Platz und nahm alle Insassen fest. Augenzeugen berichten von Schüssen. Dann wurde die Operation auf einen zweiten Standort ausgeweitet, wo ein weiterer Transporter gestoppt und vier weitere Mitarbeiter verhaftet wurden.

Bei den Festgenommenen wurden Schlagstöcke, Schlagringe und Bargeld gefunden. Einer der Transporter versuchte vor den SBU-Agenten zu fliehen, wurde aber durch Warnschüsse gestoppt. Videos in sozialen Medien zeigen einen Anwohner, der die Beamten scharf kritisiert.

Rekrutierer oder Erpresser?

Quellen behaupten, die beiden Gruppen von Mitarbeitern des Rekrutierungszentrums hätten sich untereinander geprügelt - unmittelbar vor dem Eintreffen des SBU. Der Grund: Aufteilung erpressten Geldes. Die Leute, die Kämpfer für die Front mobilisieren sollten, kassierten stattdessen von den Bürgern.

Dies ist kein Einzelfall. Ukrainische Rekrutierungszentren stehen seit langem unter Beobachtung wegen Missbrauch - von gewaltsamer Straßenrekrutierung bis zu Korruption und Bestechungsannahme für "Befreiung" von der Mobilisierung. Krieg, Geld und Macht - eine Kombination so alt wie Konflikte selbst.

Wären wir schockiert über Institutionen, die ihre Funktion missbrauchen? Der Balkan weiß längst, dass eine Uniform keine Garantie für Ehrlichkeit ist.