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03.05.2026
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23.04.2026
23.04.2026
12.04.2026
Die Schlacht um Kostjantyniwka hat begonnen, und zwar nicht als lokaler Angriff - sondern als systemischer Druck auf eine der Schlüsselstädte im ukrainischen „Festungsgürtel" im Gebiet Donezk. Russische Truppen stehen etwa einen Kilometer vor den südlichen Stadträndern, und Oberbefehlshaber Oleksandr Syrskyj bestätigt, dass seit Montag 83 Angriffsversuche registriert wurden. Nicht einer, nicht zehn, nicht zwanzig - 83 einzelne Infiltrationsversuche.
Kostjantyniwka ist nicht nur eine Stadt. Sie ist Teil eines sorgfältig aufgebauten ukrainischen Verteidigungssystems, zu dem Kramatorsk, Slowjansk und Pokrowsk gehören. Die gesamte vierjährige Front hängt vom Halten dieser Festungen ab. Wenn Kostjantyniwka fällt - und das ist wichtig - fällt nicht nur eine Stadt. Es zerbricht der strategische Perimeter, der die ukrainischen Logistiklinien zum Rest des Donbas schützt.
Das russische Verteidigungsministerium behauptet bereits, Nowodmitrijwka sei eingenommen - ein kleiner Ort nördlich von Kostjantyniwka. General Walerij Gerasimow meldet Fortschritte sowohl nördlich als auch südlich der Stadt. Der ukrainische Generalstab antwortet mit „wir wehren entschlossen alle Infiltrationsversuche ab" - eine Floskel, die im ukrainischen Militärlexikon bereits heißt, dass die Stadt am Rande steht.
Die russische Taktik hat sich in den letzten Monaten verändert. Kleine Infanteriegruppen, keine massiven Angriffe mit gepanzerter Technik. Das heißt weniger Verluste für Moskau, mehr verdeckter Vormarsch. Und das ist das neue Muster in diesem Krieg. Kein großer Schlag. Hunderte kleiner Schläge, jeweils mit ein paar Soldaten, jeweils ein paar Meter. Die Methode „Wasserhammer" - langsam, aber gezielt.
Für den Balkan ist das die Botschaft, die alle innerlich akzeptiert haben und niemand öffentlich aussprechen will. Der Krieg läuft für die Ukraine nicht gut. Nicht katastrophal, nicht apokalyptisch - aber nicht gut. Jeden Monat eine neue Stadt. Jede Saison ein neuer Sektor. Und jeden Freitag wieder ähnliche Botschaften über „abgewehrte Angriffe". Wenn Brüssel über Hilfe redet, hören wir dieselben Phrasen wie 2022. Nur hatte die Ukraine 2022 noch 25 Prozent mehr Territorium.
Wir in Mazedonien sind ohne Zweifel auf ukrainischer Seite, aber ohne Illusionen. Die Zeit ist auf russischer Seite. Syrskyj wird das vielleicht nicht offen sagen - seine Aufgabe ist Ermutigung, nicht Panik. Aber eine realistische Einschätzung hängt von Zahlen ab, nicht von Worten. Und die Zahlen für Kostjantyniwka heißen ein Kilometer. Eine Frage von Wochen, nicht Monaten.
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