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Selenskyj genehmigt Angriffe auf belarussische Raffinerien: Der Krieg bekommt eine neue Adresse

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Selenskyj genehmigt Angriffe auf belarussische Raffinerien: Der Krieg bekommt eine neue Adresse

Der Krieg in der Ukraine steht davor, eine neue, gefährliche Adresse zu bekommen - Belarus. Laut ukrainischen Quellen hat Präsident Wolodymyr Selenskyj grünes Licht für die Planung von Angriffen auf belarussische Ölraffinerien gegeben, ein Schritt, der Lukaschenkos Land direkt in den Konflikt ziehen würde.

Die genannten Ziele sind konkret: die Raffinerie Mosyr im Gebiet Gomel und die Anlage Naftan im Gebiet Witebsk. Die Logik hinter dem Schritt ist kalt und berechnet - belarussische Raffinerien dienen als Reserve, die russischen Treibstoff schnell ersetzen kann, wenn russische Raffinerien durch ukrainische Drohnen vorübergehend ausfallen. Triff die Reserve, und du hast nicht einen, sondern zwei leere Tanks.

Der Schritt folgt auf Selenskyjs Ultimatum, in dem er Belarus eine Woche gibt, die angeblichen Geräte zur Präzisionssteuerung russischer Marschflugkörper zu entfernen. "Wenn sie es nicht tun, tun wir es", erklärte er - ein Satz, der kurz klingt, aber das Gewicht der Eröffnung eines neuen Fronts trägt. Der Vorwurf ist klar: Minsk leistet Moskau bereits militärische und logistische Unterstützung.

Die Frage, die im Raum steht, ist einfach und beängstigend: Wo hört das auf? Jede Ausweitung des Krieges auf ein neues Land bedeutet eine neue Flüchtlingswelle, neue Treibstoffrechnungen und eine neue Schicht der Unsicherheit, die auch den Balkan erreicht. Lukaschenko balancierte lange auf einer schmalen Linie zwischen Neutralität und Bündnis mit Moskau. Jetzt sieht es aus, als könnte sich diese Linie in einen Front verwandeln - und ist ein neuer Front erst eröffnet, schließt er sich selten leicht.