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Der Skatepark in Karpoš zerfällt, und das Geld sammeln die Fahrer selbst: die Gemeinde gab nur eine Genehmigung

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Der Skatepark in Karpoš zerfällt, und das Geld sammeln die Fahrer selbst: die Gemeinde gab nur eine Genehmigung

Die Verletzungen kommen nicht von riskanten Tricks, sondern von Löchern im Belag. Mit diesem Satz eröffnete die Skate-Community in Skopje ihre Spendenaktion für den Umbau des Skateparks in Karpoš - und dieser Satz sagt mehr über die Pflege öffentlichen Raums aus als jeder Gemeindebericht.

Den Park nutzen täglich Kinder und Jugendliche aus Skopje und darüber hinaus. Er ist offen, kostenlos, ohne Mitgliedsbeitrag, ohne Anmeldung, ohne Auswahl. Für viele von ihnen ist es der einzige Ort, an dem sie frei Skateboard, Inliner oder BMX fahren können. Genau deshalb ist sein heutiger Zustand keine Kleinigkeit.

Was zerfallen ist

Die Holzflächen sind rissig, Metallkanten und Stangen haben sich gelockert, Teile der Konstruktionen sind instabil und von Korrosion befallen. Die Verbundelemente haben nach Jahren intensiver Nutzung ihr Soll erfüllt. Das Verletzungsrisiko, so die Community, entsteht nicht durch den Sport selbst, sondern durch die Löcher und die beschädigten Beläge.

Der Sanierungsplan ist konkret: Ersatz der verschlissenen Holz- und Verbundelemente durch Betonlösungen, Instandsetzung der Fahrflächen, Erneuerung der Rampen und Montage neuer Metallkanten und -stangen. Die erbetenen Mittel gehen in Beton, Metall, Material und Arbeitskraft.

Die Gemeinde gab die Genehmigung. Das Geld sammeln die Nutzer.

Die Gemeinde Karpoš hat die erforderliche Umbaugenehmigung erteilt. Den nächsten Schritt - die Finanzierung - übernehmen die Freiwilligen selbst. Die Aktion führt „Extreme Sports Skopje“ mit dem Konto 210-0602535801-87 und einer Online-Kampagne auf der Plattform WhyDonate.

Hier lohnt es sich innezuhalten. Eine Genehmigung ist ein Verwaltungsakt und kostet nichts. Beton kostet. Arbeitskraft kostet. Und wenn die Community, die eine Anlage nutzt, dieses Geld selbst zusammentragen muss, lautet die Frage nicht, ob sie es schafft - wahrscheinlich schon, die Skate-Szene kann sich organisieren. Die Frage ist, wessen Haushaltsposten das längst hätte decken müssen.

„Hier geht es nicht nur um bessere Fahrbedingungen, sondern um Sicherheit und um die Sorge für einen öffentlichen Raum, der den Jugendlichen gehört“, heißt es aus der Community. Eine Botschaft an die Mitbürger - die man ebenso gut ein paar Adressen höher schicken könnte.