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Die Steinbrücke bekommt endlich Licht: jahrelang hingen an ihr nur die Kabel der gestohlenen Lampen

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Die Steinbrücke bekommt endlich Licht: jahrelang hingen an ihr nur die Kabel der gestohlenen Lampen

Die Steinbrücke bekommt endlich eine Beleuchtung. Eine gute Nachricht - bis man liest, wie wir hierher gekommen sind. Jahrelang hingen an Teilen der Brücke nur Kabel, weil die Lampen gestohlen worden waren. Das Symbol im Wappen der Stadt verschwand abends schlicht in der Dunkelheit.

Jetzt haben die Arbeiten für eine architektonische und dekorative Beleuchtung begonnen. Die Brücke ist während des Eingriffs für Fußgänger gesperrt, das heißt: eine der meistgenutzten Fußgängerverbindungen im Stadtzentrum - die zwischen dem Hauptplatz und dem Alten Basar - ist vorübergehend außer Betrieb.

Was angekündigt wird

Aus der Stadt heißt es, die neue Beleuchtung werde auf die architektonischen Merkmale des Bauwerks abgestimmt und verändere weder Erscheinung noch Authentizität. Die Steinbögen und der historische Wert der Brücke sollen im abendlichen Panorama der Stadt hervorgehoben werden.

Bürgermeister Orce Ǵorǵievski kündigte den Beginn der Arbeiten an; das Projekt geht auf ein kürzlich mit der türkischen Gemeinde Esenler unterzeichnetes Kooperationsprotokoll zurück. „Unsere Symbole tragen die Geschichte davon, wer wir sind. Wir müssen sie bewahren, für sie sorgen und sie würdevoll an künftige Generationen weitergeben“, lautete die Botschaft der Stadt.

Der fehlende Satz

Bei all der Rhetorik über Würde und künftige Generationen sagte niemand das Einfachere: Die Brücke war jahrelang dunkel, weil niemand die gestohlenen Lampen ersetzt hat. Das ist keine Frage der Symbolik, sondern der Instandhaltung - eine Aufgabe, die kein Protokoll mit einer ausländischen Gemeinde braucht, sondern einen Haushaltsposten und jemanden, der ihn unterschreibt.

Ist das Projekt fertig, wird die Steinbrücke leuchten. Das ist gut, und niemand wird widersprechen. Doch die Geschichte, wie das bekannteste Symbol der Stadt ohne Licht dastand und es dann dank der Zusammenarbeit mit einer anderen Gemeinde zurückbekam - diese Geschichte lohnt es sich zu merken.