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Vier Stunden Wartezeit an Bogorodica für die Einreise nach Mazedonien: den Stau gibt es jedes Wochenende, die Information nie

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Vier Stunden Wartezeit an Bogorodica für die Einreise nach Mazedonien: den Stau gibt es jedes Wochenende, die Information nie

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Dreieinhalb bis vier Stunden. So lange dauerte gestern Abend die Einreise ins eigene Land am Grenzübergang Bogorodica, auf dem Rückweg aus Griechenland. Die Information stammt von den Reisenden, die in diesem Moment in der Schlange standen - nicht aus einer offiziellen Mitteilung.

Fotos vor Ort zeigen kilometerlange Reihen von Autos und Bussen vor den Grenzkontrollen. Der Verkehr bewegt sich im Schritttempo. Menschen mit Kindern, nach einem ganzen Tag auf der Straße, warten stundenlang wenige hundert Meter von zu Hause entfernt.

Bogorodica ist kein neu entdeckter Übergang. Es ist die Hauptverbindung nach Griechenland und der meistbelastete Punkt der Südgrenze - jedes Jahr, jeden Sommer, jeden Sonntag auf dem Rückweg. Staus am Wochenende sind keine Überraschung, sie sind ein Fahrplan. Und trotzdem wirkt jede Rückkehr, als hätte niemand damit gerechnet.

Vier Stunden Wartezeit sind keine Naturerscheinung. Sie sind die Summe aus der Zahl geöffneter Schalter, der Zahl der Beamten im Dienst und der Organisation des Durchflusses. All das plant man im Voraus - wenn es jemand plant.

Am meisten fällt das Schweigen auf. Keine offizielle Angabe zur Wartezeit, keine Vorankündigung, keine Zahl dazu, wie viele Schalter besetzt waren. Wer einreist, erfährt die Wartezeit vom Fahrer im Auto nebenan oder aus einem Post in sozialen Netzwerken. Der Staat betreibt ein Kamerasystem, das in 36 Stunden 151 Verkehrsverstöße registriert, hat aber keine Möglichkeit, einem Menschen mitzuteilen, dass vier Stunden Schlange vor ihm liegen.

Ist es wirklich so schwer, Wartezeiten in Echtzeit zu veröffentlichen, wie es die Nachbarn tun? Diese Frage stellen jeden Sommer Tausende. Eine Antwort gibt es nicht, die Schlange gibt es - jedes Mal, an derselben Stelle.