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Acht Züge täglich nach Zelenikovo ab 1. September, während drei andere Linien im Land gestrichen sind

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Acht Züge täglich nach Zelenikovo ab 1. September, während drei andere Linien im Land gestrichen sind

Ab dem 1. September gibt es wieder eine Bahnverbindung zwischen Zelenikovo und Skopje. Der Nahverkehrszug fährt achtmal täglich in beide Richtungen, die Fahrt dauert zwischen 24 und 28 Minuten - was angesichts des morgendlichen Verkehrs in Skopje fast unmöglich klingt.

Der Zug aus Zelenikovo hält an den Stationen Zelenikovo Novo, Oreshani, Jane Sandanski, Drachevo und Lisiche, Endstation ist der Bahnhof Skopje. Die erste Abfahrt ist um 6:20 Uhr, es folgen 8:30, 12:26, 14:00, 16:25, 18:30, 20:12 und zuletzt 21:55.

In der Gegenrichtung, ab dem Bahnhof Skopje, fährt der erste Zug um 5:32 Uhr, danach um 7:30, 11:40, 13:20, 15:42, 17:45, 19:12 und zuletzt um 20:56 Uhr. Der Fahrplan gilt vom 1. September bis zum 31. Dezember 2026.

Ob er genutzt wird, entscheidet etwas anderes

Die Linie ist wichtig für die Bewohner von Zelenikovo, Oreshani, Drachevo, Lisiche und den umliegenden Orten, die täglich nach Skopje pendeln. Ob sie praktisch ist, hängt aber nicht vom Zug ab, sondern davon, ob der Fahrplan zu den Arbeitszeiten, zu den Schulen und zum übrigen Nahverkehr der Stadt passt.

Ein Blick auf den Fahrplan: Der erste Zug erreicht Skopje gegen 6:45 Uhr, der zweite gegen 9 Uhr. Für eine Schicht, die um 8 beginnt, kommt der eine zu früh und der andere zu spät. Genau diese Lücke entscheidet, ob ein Zug zum täglichen Verkehrsmittel wird oder nur eine Linie auf dem Papier bleibt. Die Anbindung des Bahnhofs an den Stadtverkehr ist die zweite Frage - braucht man vom Bahnhof zur Arbeit noch eine halbe Stunde, verlieren die 24 Minuten ihren Sinn.

Während Skopje gewinnt, verlieren andere

Diese Nachricht sieht anders aus, wenn man sie ins größere Bild stellt. Auf den mazedonischen Strecken verkehren heute zehn Paare Personenzüge - je drei von Skopje nach Bitola und Veles und je zwei nach Kumanovo und Gevgelija. Zwei Züge von Skopje Richtung Veles und einer Richtung Bitola wurden gestrichen. Internationale Züge nach Griechenland, Serbien und in den Kosovo gibt es nicht.

Während also das Umland von Skopje acht Paare täglich auf kurzer Strecke bekommt, verlieren Bürger größerer Städte eine Leistung, die sie jahrzehntelang nutzten. Das ist kein Zufall des Fahrplans, sondern Folge dessen, wie die Bahnunternehmen in den letzten zwei bis drei Jahrzehnten geführt wurden.

Acht Züge täglich nach Zelenikovo sind eine gute Nachricht und sollen als solche gesagt werden. Die Frage, die bleibt: Warum müssen für die Rückkehr einer Linie zuvor drei andere gestrichen werden?