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Štips Bürgermeister Jordanov entlässt zwei Kindergartendirektoren - „Verdacht auf finanzielle Unregelmäßigkeiten", Staatlicher Rechnungshof prüft

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Štips Bürgermeister Jordanov entlässt zwei Kindergartendirektoren - „Verdacht auf finanzielle Unregelmäßigkeiten", Staatlicher Rechnungshof prüft

Der Bürgermeister der Gemeinde Štip, Ivan Jordanov, hat einen Führungswechsel an zwei Kindergärten vollzogen. Ivana Angeličkova, Direktorin von „Vera Cirivirji-Trena", wird an die Spitze von „Astibo" versetzt. Ana Jakimova wurde zur kommissarischen Direktorin von „Vera Cirivirji-Trena" ernannt. Die Frage dazu: was läuft in „Astibo"?

Laut Jordanov ist der Grund für den Wechsel „persönliche Unzufriedenheit mit der Arbeit des vorherigen Direktors" und „Verdacht auf finanzielle Unregelmäßigkeiten." Er hat den Staatlichen Rechnungshof bereits gebeten, die Finanzen des Kindergartens zu analysieren. „Ich werde verantwortungsloses Verhalten keines Funktionärs auf lokaler Ebene tolerieren, denn wir alle haben die Pflicht, den Bürgern verantwortlich zu dienen."

Das ist die übliche politische Formulierung, die nicht sagt, was konkret gefunden wurde. „Verdacht auf finanzielle Unregelmäßigkeiten" - das kann alles bedeuten, von falsch eingereichten Rechnungen bis hin zum organisierten Missbrauch des Budgets. Wenn ein Bürgermeister öffentlich den Staatlichen Rechnungshof einschaltet, heißt das in der Regel: es gibt belastbare Anhaltspunkte für etwas Konkretes - die Diskretion liegt jetzt aber bei den Gerichten, nicht bei der Stadtverwaltung.

Der entlassene Direktor von „Astibo" wird voraussichtlich unter die Lupe des Rechnungshofs geraten. Ergebnisse dieser Prüfung werden in den kommenden Wochen erwartet. Bis dahin haben Eltern, deren Kinder „Astibo" besuchen, ein Recht auf eine Frage, die lokale Selbstverwaltungen systematisch nicht beantworten: landen die Steuergelder, die für Gehälter, Essen und Investitionen im Kindergarten eingenommen wurden, wirklich dort? Wenn die Antwort „nicht ganz" lautet, dann handelt diese Geschichte nicht von einem Wechsel - sondern von einem System, das fünf Jahre lang, vielleicht länger, dieselbe Situation ohne Eingriff zugelassen hat.

Jordanov ist im ersten Jahr seiner Amtszeit. Die Absetzung zweier Direktoren in einem Zug ist eine Botschaft an die anderen Institutionen - „ich schaue hin, und ich werde handeln". Ob das für den Betrieb von „Astibo" etwas bedeutet, hängt davon ab, was der Rechnungshof findet. Bis dahin ist es nur Politik des Personalaustauschs.