Skip to content

amfAR-Gala in Cannes - die Goldmosaike von Eva Longoria, der Minimalismus von Natasha Poly und ein paar Farbentscheidungen, die Stella McCartney nicht retten konnte

1 Min. Lesezeit
Teilen
amfAR-Gala in Cannes - die Goldmosaike von Eva Longoria, der Minimalismus von Natasha Poly und ein paar Farbentscheidungen, die Stella McCartney nicht retten konnte

Die amfAR-Gala in Cannes ist der Ort, an dem Hollywood und High Fashion am selben Abend im selben Hotel einchecken - und an dem jedes Kleid das Ergebnis von sieben Stunden Vorbereitung und einem dreijährigen Plan irgendeines Designerateliers ist. Dieses Jahr war die Szenerie klassisch: mehr Federn als nötig, mehr Goldmosaike als empfehlenswert, und eine Parade von Stars aus drei verschiedenen Schönheitsära.

Eva Longoria trug ein Oscar-würdiges trägerloses Kleid mit Mosaik-Stickerei und voluminösen Haaren - Choreografie nach dem Rhythmus „schau mich an, aber nicht zu laut." Klassische Eva, mit viel mehr Stoff als nötig, aber mit echter Zurückhaltung in der Bewegung.

Bar Refaeli versuchte es mit einem Stella McCartney-Kleid in Lavendel - eng, asymmetrisch, mit einer Rüsche am Rand. Nicht die stärkste Wahl für ihren Ton, aber Stella McCartney ist eine Designerin, die sich über Namensbekanntheit verkauft, nicht über individuellen Fit. Das entscheidet das Ergebnis.

Natasha Poly wählte die minimalistische Route - weiße Bluse und Maxirock. Wenn man Supermodel ist und mit dem geringsten Aufwand in Form aussehen muss, ist das die Wahl. Die anderen Gäste hatten die Regel „je mehr, desto besser." Poly denkt nicht so.

Izabel Goulart trug ein Giorgio Armani Privé-Kleid in Schwarz mit Pailletten - klassischer Armani, keine Überraschungen, mit viel Kontrolle über die Form. Ein Stil, der nicht altert; ein Stil, der von 1995 bis 2050 getragen wird, ohne dass jemand bemerkt, dass er alt ist.

Leonie Hanne und Coco Rocha übernahmen die Bühnenoptionen - Federn, architektonische Volumen, hohe Elemente. Genau das wird von Mode-Influencern auf einer Gala erwartet - wie Fotografien auszusehen, nicht wie Frauen. Beide machten das ohne Zögern.

Was sagt uns das alles? Nichts. Galas verkaufen sich als „humanitärer Abend", die Realität aber ist, dass jedes für 30.000 Euro bezahlte Kleid eine Auktion für die Presse ist. amfAR sammelt Geld für die HIV-Forschung - ein reales und wichtiges Anliegen. Aber der Weg vom roten Teppich ins Labor ist länger, als Instagram suggeriert. Und das ist nicht schlecht, das ist einfach die Wahrheit.