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Rat für Medienethik gibt Dimitrovskis Beschwerde statt - TERA TV hat in einem Artikel über Bitola gegen den Journalistenkodex verstoßen

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Rat für Medienethik gibt Dimitrovskis Beschwerde statt - TERA TV hat in einem Artikel über Bitola gegen den Journalistenkodex verstoßen

Der Sekretär der Gemeinde Bitola, Borče Dimitrovski, verkündete die Entscheidung des Rats für Medienethik Mazedoniens (SEMM) - TERA TV habe gegen professionelle und ethische Standards verstoßen mit dem Artikel „Dieselben Leute, dieselbe Adresse, eine Familie - wer regiert Bitola?" Dimitrovskis Beschwerde wurde stattgegeben.

Konkret stellte SEMM einen Verstoß gegen die Artikel 1 und 13 des mazedonischen Journalistenkodex und die Bestimmungen zur ethischen Online-Berichterstattung fest. Die Hauptpunkte des Verstoßes: keine Veröffentlichung genauer und überprüfter Informationen, und eine unzureichende Trennung zwischen Fakten und Meinung. Das heißt: der Journalist schrieb Dinge, die er nicht überprüft hatte, und stellte sie als Fakten dar - statt als eigene Meinung.

Dimitrovskis Beschwerde bezieht sich auf das, was er als „tendenziöse Angriffe" gegen seine Person, die Kultur- und Kunstgesellschaft „Ilinden", den Sportclub „Trčaj be" und den Leichtathletikclub „Olimp" beschreibt. Eine ziemlich lange Liste angeblich verbundener Subjekte - und genau das macht den Fall interessant. Wenn eine journalistische Geschichte Verbindungen zwischen mehreren Organisationen über „dieselbe Adresse, dieselben Leute" zieht, ist das investigative Arbeit. Aber investigative Arbeit verlangt Beweise - und genau hier befand SEMM, dass TERA TV keine hatte.

Die offene Frage: wird TERA TV den SEMM-Befund anerkennen, oder wird er ihn als „politischen Angriff" abtun? SEMM hat keine Sanktionsbefugnisse im rechtlichen Sinne. Es ist ein Selbstregulierungsgremium - seine Entscheidungen haben Gewicht nur, wenn die Medien sie respektieren. In einer Zeit, in der die Zersplitterung der mazedonischen Medienszene selbstkritische Berichterstattung zur Seltenheit macht, sind solche Entscheidungen wichtig. Nicht weil sie etwas lösen, sondern weil sie einen Standard setzen, an dem Medien gemessen werden können.

Wenn künftig jemand nach der Ethik eines Vorgehens fragt, gibt es nun einen dokumentierten Präzedenzfall - „2026 hat SEMM bestätigt, dass diese Technik nicht funktioniert." Ein Sieg für Dimitrovski. Ob es auch ein Sieg für die Qualität des mazedonischen Journalismus ist, hängt davon ab, wie viele Medien solche Entscheidungen tatsächlich lesen.