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Nicht-invasives Face-Lifting: Technologie um 70 Prozent gewachsen, und jetzt kaufen 30-Jährige es - Experten erklären, was die Industrie nicht offen sagt

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Nicht-invasives Face-Lifting: Technologie um 70 Prozent gewachsen, und jetzt kaufen 30-Jährige es - Experten erklären, was die Industrie nicht offen sagt

Nicht-invasive Behandlungen zur Gesichtsverjüngung sind nicht nur etwas für wohlhabende Sechzigjährige. Laut spanischen Studien haben 46 Prozent der spanischen Bevölkerung eine ästhetische Behandlung absolviert - und die Nachfrage nach nicht-invasivem Face-Lifting ist in den letzten fünf Jahren um 40 bis 70 Prozent gestiegen.

Interessant ist, wer sie nachfragt. Die Altersgruppe hat sich nach unten ausgedehnt - es gibt jetzt Patientinnen Anfang 30, die präventive Behandlungen suchen. Frauen über 60 setzen weiterhin auf chirurgische Lösungen für den stärksten Effekt, das mittlere Segment will dem Messer aber so lange wie möglich entgehen.

„Die Nachfrage nach nicht-invasiven Lifting-Behandlungen ist in den letzten fünf Jahren um 40-70% gestiegen," sagt Rita Sego, ästhetische Ärztin. „Patientinnen suchen jetzt natürliche, progressive, präventive Ergebnisse ohne Chirurgie oder lange Erholungszeit," ergänzt Ana Revuelta, ästhetische Ärztin.

Was bieten moderne Kliniken tatsächlich an? Vier Haupttechnologien:

HIFU (fokussierter Ultraschall) - Markennamen wie Ultherapy, Liftera V, Ultraformer MPT. Regt die Kollagenproduktion in den tiefen Hautschichten an. Kein Schnitt, Ergebnis über mehrere Monate sichtbar.

Thermage FLX - monopolare Radiofrequenz zum Straffen. Eine der am längsten etablierten nicht-invasiven Technologien auf dem Markt.

SylfirmX und Morpheus8 - Radiofrequenz kombiniert mit Mikronadeln. Aggressiver, aber auch wirksamer für bestimmte Bereiche.

Endolift-Laser - minimal-invasive subdermale Laserbehandlung. An der Grenze zwischen nicht-invasiv und chirurgisch - aber ohne Nähte.

Der Preis? Von 400 bis 2.000 Euro pro Sitzung, je nach Technologie und Region. Damit ist Gesichtsprävention heute genauso eine „Investition" wie ein Winterurlaub - und genauso weit von dem entfernt, was unsere Großmütter getan hätten.

Die Frage, die die Industrie nicht offen beantwortet: Soll eine 30-Jährige mit „präventivem" Lifting beginnen? Dermatologisch ist die Wirkung einer einmaligen HIFU-Behandlung mit 32 mit 50 statistisch nicht signifikant. Psychologisch verkauft die Industrie still die Gewohnheit, Probleme zu lösen, bevor sie existieren. Das bedeutet nicht, dass die Technologie nicht funktioniert - es bedeutet, dass Sie genau wissen müssen, was Sie kaufen.