Neue Bänke und sanierte Pavillons im Park Makedonija: Überstehen sie auch nur einen Winter unbeschädigt?
13.06.2026
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12.04.2026
Der Preis pro „Token“ ist gefallen. Die Rechnung - explodiert. Das ist das Paradox, das heute die Tech-Unternehmen erschüttert: Künstliche Intelligenz wird pro Einheit billiger, aber im Gebrauch so süchtig machend, dass die Kosten weit über alles hinausgeschossen sind, was irgendjemand budgetiert hat.
Die Zahlen wären fast komisch, wären sie nicht wahr. Uber verbrauchte sein gesamtes Jahresbudget für KI-Codierung bis April. Microsoft entzog seinen Ingenieuren die Claude-Code-Lizenzen nur wenige Monate, nachdem es sie ausgegeben hatte. Ein ungenanntes Unternehmen häufte eine Rechnung von 500 Millionen Dollar gegenüber Claude an, weil es vergaß, ein Limit zu setzen. Ein einziger Ingenieur - 40.000 Dollar für Tokens in einem Monat.
Dahinter steht eine Zahl, die alles erklärt: Die Ausgaben pro Ingenieur sind in neun Monaten um rund das 18,6-Fache gestiegen. Eine Studie an 20.000 Programmierern zeigte, dass die Produktion steigt, aber auch die Fehler und Nacharbeiten. Die Untersuchung von Jellyfish ergab, dass die größten Token-Verbraucher doppelt so produktiv sind - aber zehnmal mehr ausgeben, um das zu erreichen. Lohnt es sich? Niemand weiß es, denn, wie einer der Forscher zugibt, können die meisten Unternehmen noch immer nicht messen, wie viel der gelieferte Code tatsächlich wert ist.
Die Leute aus der Branche sprechen in einer Sprache, die einst Süchten vorbehalten war. Der Finanzchef von Priceline verglich die Situation offen mit Abhängigkeit und führte Limits für bestimmte Teams ein. Der Unternehmenschef bei OpenAI sagt, in den Gesprächen gehe es nicht mehr darum, was KI kann, sondern „wir geben so viel aus, welche Sichtbarkeit hast du?“. Die Übersetzung ist klar: Die „Lauf schneller“-Euphorie hat sich in „tritt auf die Bremse“ verwandelt.
Deshalb entsteht rund um das Problem eine ganze Industrie - die Linux Foundation gründete ein Normungsgremium namens Tokenomics, es entstehen Unternehmen, die den Verbrauch messen und optimieren, bestehende Plattformen fügen Kostenkontrollen hinzu. Und eine Prognose von Goldman Sachs sagt, die globale Token-Nutzung werde sich bis 2030 um das 24-Fache vervielfachen. Mit anderen Worten: Die Rechnung, die Unternehmen heute schockiert, steht erst am Anfang.
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