Neue Strafanzeige gegen Jakimovski: Baugenehmigung auf Grundlage eines 2018 aufgehobenen Plans
16.09.2026
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12.04.2026
Sie saß in ihrem eigenen Hof in Dracevo. Nicht auf der Straße, nicht an einem Ort, an dem „so etwas eben passiert“. Sie war zu Hause. Um 20:40 Uhr spürte sie einen Schlag in der Schulter, eine Stunde später stellten die Ärzte in der Poliklinik Dracevo fest: Die Verletzung stammt von einem verirrten Geschoss aus einer Schusswaffe.
J.S., 57 Jahre alt, aus Skopje. Mehr sagt das Polizeibulletin nicht über sie. Was es nicht sagt: wessen Kugel das war, woher sie kam und was sie an einem Montagabend über einem Skopjer Wohnviertel in der Luft zu suchen hatte.
Gleicher Tag, zweiter Fall
Am selben Tag meldete gegen 14:30 Uhr eine 37-jährige Frau aus Gjorce Petrov der Polizei, sie habe vor ihrem Haus ein verirrtes Geschoss gefunden. Sie hatte Glück - sie fand die Kugel am Boden, nicht in sich.
Zwei Fälle an einem Tag, in zwei Stadtteilen. In beiden teilte die Polizei mit, es würden „Maßnahmen zur Aufklärung ergriffen“. Diese Formel hat jeder Bürger hundertfach gehört, und sie wird, ehrlich gesagt, selten zur Meldung darüber, wer es denn nun war.
Woher fallen sie?
Eine verirrte Kugel entsteht nicht von selbst. Jemand hat geschossen. Die Frage ist, ob auf einer Hochzeit, auf einer Feier, bei etwas, das hierzulande Jahrzehnt für Jahrzehnt als Folklore gilt statt als Straftat. Eine in die Luft abgefeuerte Kugel verschwindet nicht - sie fällt, und sie fällt mit genug Wucht, um eine Schulter zu durchschlagen.
Es gibt ein Gesetz. Es gibt auch die Praxis, jeden Sommer und jedes Wochenende Salven über den Wohnblocks zu hören, und danach weiß niemand, woher. Zwischen diesen beiden Dingen liegt eine Lücke, und in ihr kann jedes Mal eine 57-Jährige im eigenen Hof stehen.
Zwei Menschen aus Skopje an einem Tag. Eine im Krankenhaus, die andere mit einem Geschoss vor der Haustür. Wenn das kein Anlass ist, die Munition zu zählen, die über dieser Stadt fliegt - was dann?
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