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Solarmesse in Bitola: Die Anlage amortisiert sich in sieben bis elf Jahren, je nachdem, wie Sie verbrauchen

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Solarmesse in Bitola: Die Anlage amortisiert sich in sieben bis elf Jahren, je nachdem, wie Sie verbrauchen

Auf dem Platz „Magnolija“ in Bitola veranstaltete das Mazedonische Zentrum für Klimawandel eine Solarmesse - eine Veranstaltung, bei der Bürger sehen, anfassen und fragen konnten, wie Stromerzeugung aus Sonne funktioniert. Keine Präsentation im Konferenzsaal, sondern Stände unter freiem Himmel, dort, wo die Leute ohnehin vorbeigehen.

Der zentrale Begriff, für den geworben wurde, ist der Prosumer - ein Haushalt, der gleichzeitig eigenen Strom erzeugt und verbraucht und den Überschuss ins Netz zurückspeist.

Die Zahl, die das Dilemma löst: 7 bis 11 Jahre

Was Menschen bei solchen Geschichten am meisten interessiert, ist nicht die Technik, sondern wann sich die Investition rechnet. Laut den Angaben auf der Messe liegt die Amortisationszeit bei sieben bis elf Jahren, abhängig von den Verbrauchsgewohnheiten.

Das ist eine realistische Spanne, und es ist gut, dass sie als Spanne genannt wurde und nicht als ein einzelnes Versprechen. Photovoltaikmodule, Speicherbatterien und die Abstimmung mit den Behörden - all das geht in die Rechnung ein.

Filip Stojanovski vom Zentrum für Klimawandel erklärte das Motiv schlicht: Bürger können zu Hause Solarmodule installieren, Strom für den Eigenbedarf erzeugen und den ungenutzten Teil ins Netz zurückgeben. So, sagt er, werden Bürger unabhängig, die Kosten sinken und dem Staat wird geholfen.

Nicht nur Module

Auf der Messe wurden auch Lösungen gezeigt, die man hierzulande selten sieht: ein Solarofen, ein thermischer Sonnenkollektor für Warmwasser und Stromerzeugung per Fahrrad - Treten als Turbine.

Letzteres klingt wie eine Vorführung für Kinder, und das war es vermutlich auch. Doch genau solche Darstellungen machen den Unterschied, weil sie einen abstrakten Begriff mit etwas verbinden, dessen Funktionieren man sehen kann.

Warum Bitola, und warum jetzt

Die Wahl der Stadt ist kein Zufall. Bitola zahlt seit Jahrzehnten über das Kraftwerk REK Bitola den Preis der Kohle - in der Luft, in der Gesundheit und in der wirtschaftlichen Abhängigkeit von einer einzigen Quelle. Ein Gespräch über alternative Quellen hat dort ein anderes Gewicht als in jeder anderen Stadt.

Die Karawane zieht weiter durch andere mazedonische Städte. Das Projekt ist Teil einer von der Europäischen Union kofinanzierten Initiative zur Energiewende.

Ob sieben bis elf Jahre für einen Haushalt ein akzeptabler Zeitraum sind, hängt davon ab, wie viel dieser Haushalt heute aufbringen kann. Das ist die nächste Frage - und die kann eine Messe nicht beantworten.