Noch eine Durchsuchung in Ohrid, noch eine Waage mit weißem Pulver: Der kleine Fisch geht immer am leichtesten ins Netz
04.07.2026
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23.04.2026
23.04.2026
12.04.2026
VMRO-DPMNE hat eine Reihe scharfer Kritik an den SDSM-Chef Venko Filipče gerichtet und ihm Schweigen zum jüngsten diplomatischen Präzedenzfall Bulgariens vorgeworfen. Sofia veröffentlichte eine diplomatische Note mit Sicherheitsinformationen über die Familie von Ministerpräsident Hristijan Mickoski - ein Schritt, der für sich genommen eine Erklärung verlangt.
Der Kern der Kritik: Der Oppositionsführer habe nicht auf etwas reagiert, das die Regierungspartei als ernsten Präzedenzfall in den Beziehungen zum Nachbarn ansieht. Aus der VMRO heißt es, gebraucht würden Garantien, nicht neue Bedingungen aus Sofia. Hinter dem Parteiengezänk steckt ein reales Problem - die bulgarisch-mazedonischen Beziehungen sind erneut angespannt, und die Innenpolitik nutzt das als Waffe.
Hier lohnt es sich, die Tatsache von der Inszenierung zu trennen. Die Veröffentlichung einer diplomatischen Note mit Sicherheitsdaten über die Familie eines Premiers ist, wenn sie zutrifft, tatsächlich ein ungewöhnlicher und beunruhigender Schritt in der Diplomatie zwischen zwei Nachbarländern. Das ist keine Kleinigkeit, die man mit einer Parteimitteilung wegwäscht - es ist eine Frage, die eine klare Antwort von den Institutionen verlangt, nicht nur von den Parteien.
Doch typisch für die innenpolitische Bühne verschiebt sich der Fokus rasch vom Ereignis selbst hin zu der Frage, wer nicht laut genug reagiert hat. Statt zu fragen, warum Sofia das tat und was folgt, läuft die Debatte auf eine parteiinterne Abrechnung hinaus. Und während Regierung und Opposition messen, wer wie lange geschwiegen hat, bleibt die eigentliche Frage - was das für die Beziehungen zu Bulgarien und für den Weg in die EU bedeutet - unbeantwortet.
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