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VMRO klagt an: Die Opposition blockiert die Reformen - aber wenn sie alles blockieren kann, wozu dann die Mehrheit?

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VMRO klagt an: Die Opposition blockiert die Reformen - aber wenn sie alles blockieren kann, wozu dann die Mehrheit?

Eine Opposition, die sich verhält, als wäre sie noch an der Macht - das ist das Bild, das VMRO-DPMNE durchsetzen will. Die Partei veröffentlichte eine Erklärung, in der sie behauptet, dass SDS und DUI, obwohl sie jetzt in der Opposition sind, weiter versuchen, den „Reformprozess zu bremsen". Mit anderen Worten - für jede Verzögerung sind die Vorgänger schuld.

Die Rhetorik ist bis auf die Knochen bekannt. Jede Regierung entdeckt, kaum im Sessel sitzend, denselben universellen Schuldigen - die vor ihr. Wenn etwas nicht läuft, ist der Grund immer die „ererbte Lage" oder die „Obstruktion der Opposition". Die selten gestellte Frage lautet: Wenn die Opposition wirklich alles blockieren kann, wozu dient dann die regierende Mehrheit?

Reformen, vor allem die mit dem europäischen Weg verbundenen, sind keine Frage der Rhetorik, sondern der Ergebnisse. Die Bürger interessiert nicht, wer wen anklagt - sie interessiert, ob sich in ihrem Leben etwas ändert. Und die gegenseitigen Anschuldigungen zwischen Regierung und Opposition füllen zwar Mitteilungen, aber selten Kühlschränke.

Die balkanische Politbühne nährt sich seit Jahrzehnten vom selben Rezept - die Rollen von Held und Hindernis werden verteilt, die Plätze nach jeder Wahl getauscht, und der Kern bleibt gleich. Heute klagt VMRO SDS und DUI an; gestern war es umgekehrt. Die Frage für den Bürger ist nicht, wer redet, sondern wann endlich jemand zu arbeiten beginnt.