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Waffenstillstand im Libanon, Trump-Papst-Clash und iranisches Uran: Zehn Tage Luft - aber wie lange halten sie?

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Nach zehn Tagen Bombardierung endlich ein Waffenstillstand. Israel und Libanon akzeptierten einen zehntagigen Waffenstillstand, der um Mitternacht Ortszeit in Kraft trat. Auf den Strassen des Libanon - Feier. Trump nannte es einen "historischen Tag." Die Oelpreise fielen sofort.

Aber Trump blieb nicht beim Waffenstillstand stehen. Er behauptet, Iran habe zugestimmt, angereichertes Uran zu uebergeben und die Entwicklung von Atomwaffen einzustellen. "Das Ende des Krieges ist nah," erklaerte er. Ist es wirklich - oder ist dies eine weitere seiner Siegesankuendigungen, bevor das Spiel vorbei ist?

Der Papst, Trump und die Tyrannen

Gleichzeitig eskalierte der Konflikt zwischen Trump und Papst Leo weiter. Nach Trumps Angriffen gab der Papst eine Erklaerung ueber "die Zerstoerung der Welt durch Tyrannen, die Milliarden fuer Kriege ausgeben" ab. Er nannte ihn nicht - er musste es nicht.

Macron gab "volle Unterstuetzung" fuer den Waffenstillstand, warnte aber, er koenne gestort werden. UN-Generalsekretaer Guterres begruesste ihn und dankte Washington fuer die Vermittlung. Pakistans Premierminister lobte Trumps "kluge diplomatische Bemuehungen."

Iran hingegen droht, amerikanische Schiffe im Hormus zu versenken. Der Chef der Internationalen Energieagentur warnte, dass Europa nur sechs Wochen Kerosinreserven hat.

Ein zehntagiger Waffenstillstand ist kein Frieden - es ist eine Pause. Die Frage ist nicht, ob die Schiesserei wieder aufgenommen wird, sondern wann. Und waehrend die Welt "historische Tage" feiert, ist die Realitaet, dass keine der grundlegenden Konfliktursachen geloest wurde. Auf dem Balkan haben wir lange Erfahrung mit Waffenstillstaenden, die genau so lange dauern, wie sie jemandem passen.