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Frankreich - Spanien heute Nacht, Vardar mit drei Prozent: die Welt brennt, bei uns kämpfen wir ums Wunder

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Frankreich - Spanien heute Nacht, Vardar mit drei Prozent: die Welt brennt, bei uns kämpfen wir ums Wunder

Frankreich - Spanien: ein Halbfinale, das nach Finale riecht

Heute Nacht wird in Arlington, Texas, das erste WM-Halbfinale gespielt - Frankreich gegen Spanien, ein Duell, das genauso gut das Finale hätte sein können. Die Franzosen sind sechs Spiele ungeschlagen und schlugen im Viertelfinale Marokko mit 2:0, und jetzt jagen sie etwas, das in der Geschichte nur zwei Nationalmannschaften geschafft haben - das dritte WM-Finale in Folge. Mbappé, mit acht Toren bester Torschütze des Turniers, ist erneut ihre schärfste Waffe. Spanien wiederum kam mit Dramatik ins Halbfinale - ein Tor von Merino in der 88. Minute zum 2:1 gegen Belgien. Dem 19-jährigen Yamal lastet das Turnier kein bisschen: „Das ist das größte Spiel meiner Karriere, aber ich spüre keine Spur von Nervosität." Favorit ist Frankreich, aber wenn der Europameister sagt, er fürchte niemanden, lohnt es sich zuzuhören.

Argentinien - England: das zweite Halbfinale mit amerikanischem Schiedsrichter

Am Mittwoch wird in Atlanta das zweite Halbfinale gespielt - Argentinien gegen England. Die Engländer erreichten das Halbfinale nach Verlängerung und einem 2:1 gegen Norwegen, und ihr größter Seufzer der Erleichterung heißt Declan Rice: Der Mittelfeldspieler lag vor dem Viertelfinale fast drei Tage mit einer Lebensmittelvergiftung im Bett, ist jetzt aber fast bereit zu spielen. Interessant ist, wer Recht sprechen wird - für ein Spiel dieses Kalibers setzte die FIFA einen amerikanischen Schiedsrichter an, Ismail Elfath. Die Argentinier, treu der balkanisch-lateinischen Mischung aus Aberglaube und Kalkül, richteten sogar eine besondere Bitte an die FIFA vor dem Duell. Wenn es um einen Titel geht, wird nichts dem Zufall überlassen - nicht einmal die Reihenfolge der Gebete.

Liverpool mit neuem Trainer und altem Leid: zu wenige Spieler

Während die WM die Aufmerksamkeit stiehlt, schneidern die Klubs schon neue Geschichten. In Anfield sitzt ein neuer Mann auf der Bank, und Andoni Iraola sagte auf seiner allerersten Pressekonferenz die Wahrheit ohne Umschweife - das Team braucht Verstärkung, und zwar schnell. Es ist selten, dass ein Trainer laut zugibt, der Kader sei nicht gut genug, bevor die Saison überhaupt beginnt; normalerweise wartet man, bis man ein Spiel verliert, und sucht erst dann nach einer Ausrede. Die Frage ist, ob die Vereinsführung die Kasse öffnet oder ob Iraola den Start mit derselben Mannschaft erwartet, die letzte Saison zeigte, wo ihre Grenzen liegen.

Vardar mit drei Prozent - und eine alte Balkan-Hoffnung

Während die Weltelite um einen Pokal kämpft, kämpft Vardar bei uns um ein Wunder. Die Rot-Schwarzen gastieren heute Abend beim finnischen Meister KuPS in der Qualifikation zur Champions League, und die Zahlen sind brutal: Nach den Berechnungen hat Vardar nur eine Drei-Prozent-Chance, in die nächste Runde zu kommen - die geringste aller Teilnehmer in dieser Runde. Trainer Kristijan Fabijani verlangt Organisation, Kampfgeist und Disziplin und appelliert an einen Mentalitätswechsel. KuPS ist Spitzenreiter in Finnland und besonders stark auf eigenem Platz. Um überhaupt hoffen zu dürfen, muss Vardar mindestens zwei Tore erzielen. Drei Prozent sind nicht null - aber damit daraus etwas mehr wird, braucht es eine Nacht, wie sie selten vorkommt.

Dario Šimić verhaftet: wenn eine Legende auf die Polizei trifft

Und eine Geschichte aus der Nachbarschaft, die daran erinnert, dass Ruhm kein Schutzschild ist. In einer großen Polizeiaktion in Kroatien wurde der ehemalige Nationalspieler Dario Šimić verhaftet, ein Mann, der genau 100 Spiele für Kroatien bestritt und in den Trikots von Dinamo, Inter, Milan und Monaco Spuren hinterließ. Der Verdacht: Über eine ehemalige Beamtin aus dem Bezirk Šibenik-Knin soll er sich unrechtmäßig Genehmigungen für den Bau eines Camps beschafft haben. Dieselbe Beamtin war schon früher wegen ähnlicher Sachen in Untersuchungshaft. Weder hundert Länderspiele noch Trophäen in Mailand zählen viel, wenn die Polizei an die Tür klopft - und das ist eine Botschaft, die man auf dem Balkan ohne Übersetzung versteht.