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Zweimal mit über 160 km/h bei Demir Kapija geblitzt, festgenommen erst bei der Ausreise

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Zweimal mit über 160 km/h bei Demir Kapija geblitzt, festgenommen erst bei der Ausreise

Ein 34-jähriger serbischer Staatsbürger wurde am Grenzübergang Tabanovce festgenommen, bei der Ausreise. Der Grund hat nichts mit der Grenze zu tun - sondern mit dem, was er zweimal zuvor auf der Autobahn A1 bei Demir Kapija tat. Das Kamerasystem „Sichere Stadt“ hat es ordnungsgemäß aufgezeichnet.

Am 22. Juli, um 13:42 Uhr, fuhr er 163 Stundenkilometer. Am 20. August, um 19:40 Uhr, auf demselben Abschnitt, 169 Stundenkilometer. Erlaubt sind dort 80. Also das Doppelte - und noch etwas mehr.

Interessanter als ein gewöhnlicher Verstoß macht diesen Fall, dass er zeigt, wie die Kameras funktionieren - und wo sie aufhören zu funktionieren. Der Fahrer wurde im Juli erfasst. Dann erneut im August. Und erst als er das Land verlassen wollte, am 29. August um 23:20 Uhr, hielt ihn jemand an. Zwischen der ersten Aufnahme und der Festnahme lagen mehr als fünf Wochen. In dieser Zeit kehrte derselbe Mann auf denselben Abschnitt zurück und wiederholte dasselbe.

Laut Innenministerium handelt es sich um eine Straftat nach Artikel 297-a des Strafgesetzbuchs - „rücksichtsloses Führen eines Kraftfahrzeugs“. Kein Bußgeld und weiterfahren, sondern eine Straftat. Trotzdem hinderte ihn zwischen den beiden Aufnahmen niemand daran, weiter über die A1 zu fahren.

Demir Kapija ist kein zufälliger Abschnitt. Dort wurde das Limit auf 80 gesenkt, weil die Geometrie der Strecke keine Fehler verzeiht. Ein Fahrzeug mit 169 Stundenkilometern ist dort keine Statistik. Es ist ein möglicher Trauerzug für den, der zufällig auf der Nebenspur fährt.

Der Fahrer wurde in die Polizeistation Negotino gebracht, Anzeige wird erstattet. Gut. Doch die Frage, die Kameras allein nicht lösen, bleibt: Wie viele Fahrer wurden heute erfasst, die erst an der Grenze gestoppt werden - oder überhaupt nicht?