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Die US-Armee schaltete das Werbe-Tracking auf Soldatenhandys ab: Gegner kauften ihre Standorte auf dem offenen Markt

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Die US-Armee schaltete das Werbe-Tracking auf Soldatenhandys ab: Gegner kauften ihre Standorte auf dem offenen Markt

Die US-Armee hat das Werbe-Tracking auf den Telefonen und Computern, die sie ihren Soldaten stellt, endlich abgeschaltet. Nicht wegen des Datenschutzes. Sondern weil feindliche Staaten diese Daten bereits nutzten, um amerikanische Soldaten im Einsatz zu finden.

In einem Brief an Senator Ron Wyden wurde bestätigt, dass Heer, Luftwaffe, Marine, Marineinfanterie und das Kommando für Spezialoperationen die Werbekennung auf allen Dienstgeräten deaktiviert haben - iPhones, Android-Telefone und Windows-Rechner im gesamten Militärnetz. Die Luftwaffe tat es als Letzte, erst im Juli.

Der Mechanismus ist einfacher, als er klingt. Jedes Telefon trägt eine Werbekennung, die Apps auslesen und weiterreichen. Standortdaten aus diesen Apps landen regelmäßig bei Drittfirmen und Datenhändlern, die sie dann auf dem offenen Markt verkaufen. Ist die Kennung abgeschaltet, verschwimmt der Standort dieses Soldaten im Meer aller anderen abgeschalteten Geräte - einen bestimmten Menschen aus dem Haufen zu ziehen, wird schwer.

Wyden brachte die Frage früher im Jahr auf, nachdem er festgestellt hatte, dass ausländische Gegner amerikanische Soldaten im Nahen Osten mit kommerziell gekauften Standortdaten ins Visier nahmen. Kein Hacken, kein Abfangen von Signalen - Kaufen. Derselbe Markt, auf dem jeder Werbetreibende bezahlen kann, um zu erfahren, wer sich wo bewegt.

Hier ist der Teil, der selten laut gesagt wird. Während die Armee diesen Kanal für ihre eigenen Leute schließt, geben amerikanische Geheimdienste und das FBI offen zu, dieselben Daten für Überwachung und Aufklärung zu kaufen - ohne richterlichen Beschluss. Das Problem ist also nicht, dass die Daten existieren. Das Problem ist, wer sie kauft. Kauft sie der Gegner, ist es eine Bedrohung, die eine Sofortmaßnahme für die gesamte Armee verlangt. Kauft sie der eigene Dienst, ist es eine Arbeitsmethode.

Auch nach der Änderung warnte Wyden, dass die privaten Telefone von Soldaten und externen Mitarbeitern, die Stützpunkte betreten, eine offene Tür bleiben. Das Dienstgerät ist geschützt, der Mensch, der es in der Tasche trägt, nicht.

Bemerkenswert ist, worin die Lösung genau bestand. Kein neues Gesetz, kein Verbot für die Datenhändler, keine Strafe für irgendjemanden - sondern das Abschalten eines Feldes in den Einstellungen der Dienstgeräte. Dieser ganze Markt bleibt also, wie er war. Verlassen haben ihn nur die Geräte amerikanischer Soldaten.