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Bagger rückte an ein Gebäude von 1927 in Ohrid heran, direkt neben der Grundschule Grigor Prličev - Ohrid SOS mit 1000 Unterschriften für Schutz

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Bagger rückte an ein Gebäude von 1927 in Ohrid heran, direkt neben der Grundschule Grigor Prličev - Ohrid SOS mit 1000 Unterschriften für Schutz

Ein Bagger rückte an ein Gebäude von 1927 in Ohrid heran, direkt neben der Grundschule „Grigor Prličev". Aktivisten der Bürgerinitiative „Ohrid SOS" bezeichneten die Szene als Vorbereitung des Geländes für einen neuen Wohnblock - und das an einem Ort, für den sie selbst schon eine institutionelle Schutzanordnung beantragt hatten.

Die Zahlen sind klein und sagen viel. Rund 1.000 Bürger unterzeichneten eine Petition zum Schutz des architektonischen Erbes des 20. Jahrhunderts. Die Initiative legte im vergangenen Jahr einen begründeten Einspruch gegen das Umweltgutachten ein - bis heute gibt es darauf keine Antwort. Wenn die Institutionen schweigen, spricht der Bagger.

Besonders alarmiert sind die Aktivisten wegen der Sicherheit - die Bagger arbeiten bis dicht an den Zaun der Schule, ohne sichtbare Markierungen, und Fußgänger gehen an den Maschinen vorbei. „Ohrid SOS" weisen darauf hin, dass das geplante große Wohngebäude im direkten Widerspruch zum Managementplan für das natürliche und kulturelle Erbe der Region Ohrid steht. Die Frage - wer haftet, wenn einem Kind beim Verlassen der Schule etwas passiert?

Was „Ohrid SOS" mit einfachen Mitteln wie Petition und sozialen Netzwerken leistet, hätten die Institutionen vor zehn Jahren tun müssen - dokumentieren, registrieren, schützen. Und jetzt, wo der Bagger in den Hof eines Gebäudes einfährt, das fast ein Jahrhundert überstanden hat, lautet die Frage nicht mehr, ob es einstürzt - sondern wie viel Zeit vergeht, bis das Kulturministerium sich meldet.