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Der Fischotter verschwindet in Mazedonien - eine streng geschützte Art, die niemand streng schützt

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Der Fischotter verschwindet in Mazedonien - eine streng geschützte Art, die niemand streng schützt

Der Fischotter (Lutra lutra) ist in Mazedonien eine „streng geschützte" Art - das ist der rechtliche Status. Vor Ort sinken die Zahlen. Die Mazedonische Ökologische Gesellschaft (MED) sagt, die Population schrumpft wegen zerstörter Lebensräume, verschmutzten Wassers, kleiner Wasserkraftwerke und illegaler Jagd.

Wo sind die Otter? Vor allem an den großen Flüssen, Seen und am Ufer des Prespa-Sees. Sie ernähren sich vor allem von Fisch, fressen aber auch kleine Säugetiere, Vögel, Amphibien, Krebse, Schnecken, Schlangen, Insekten. Es ist ein vernetzter Räuber - verliert der Otter das Ökosystem, leiden ganze Bereiche des Biosystems gleichzeitig.

Der Schutz ist offiziell „streng". In der Praxis - ein kleines Wasserkraftwerk wird gebaut, die Fischbestände schrumpfen, das Wasser wird verschmutzt. Wie macht man die lebendige Welt verantwortlich für den Zustand eines stolpernden Rechts? MED antwortet mit kontinuierlichem Monitoring im Rahmen des Projekts „Green and Blue Prespa Initiative", mit EU-Finanzierung und einer Partnerschaft zwischen mazedonischen, griechischen und albanischen Umweltorganisationen.

Aber Monitoring ist kein Schutz. Es ist Dokumentation. Und während Otterjunge ihre Heime verlieren, machen wir auf dem Balkan mit derselben Strategie weiter - wir schreiben Berichte, halten Konferenzen ab, unterzeichnen Deklarationen. Der Otter hat keine politische Macht. Das ist auch sein Urteil.