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Shtip ohne Wasser: Die Filterstation bekommt 400 NTU und kann 50 verarbeiten

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Shtip ohne Wasser: Die Filterstation bekommt 400 NTU und kann 50 verarbeiten

Shtip ist seit 14 Uhr ohne Trinkwasser. Die Filterstation hat sich von der Leitung des Wassersystems „Zletovica“ getrennt, weil das Wasser aus der Talsperre „Knezhevo“ zu schwer aufzubereiten ist - und zwar nicht knapp.

Die Zahl, die alles erklärt, nannte der Direktor des kommunalen Betriebs „Isar“, Aleksandar Arsovski, auf einer außerordentlichen Pressekonferenz: „Wir können trübes Wasser mit Werten von etwa 50 NTU aufbereiten, derzeit erhalten wir trübes Wasser mit über 400 NTU.“

Das Achtfache der Kapazität. Nicht zehn Prozent darüber, nicht fünfzig - acht Mal. Ursache war das Unwetter der vergangenen Nacht in der Region Probishtip, nach dem das System „Zletovica“ sowohl im Betrieb als auch bei der Rohwasserversorgung aller angeschlossenen Gemeinden Probleme hat.

Die Schwierigkeiten begannen bereits am Morgen. Damals rief der Betrieb die Bürger auf, wegen Stromausfällen und Unwetterschäden sparsam mit Wasser umzugehen. Wenige Stunden später verschlechterte sich die Lage, die Aufbereitung wurde vollständig eingestellt.

Auf die Frage, wann die Versorgung wieder normal laufe, antwortete Arsovski, es wäre unfair, das zu sagen. Bei einem System, dessen Belastungsgrenze achtfach überschritten ist, lässt sich schwer etwas anderes sagen.

Hier liegt der Punkt, der auch bleiben sollte, wenn das Wasser zurück ist. Ein Sommergewitter - heftig, aber auf dem Balkan kein beispielloses Ereignis - genügt, damit eine Stadt mit über vierzigtausend Menschen auf unbestimmte Zeit ohne Trinkwasser bleibt. Aus „Zletovica“ werden auch Probishtip, Sveti Nikole und Karbinci versorgt, wo ebenfalls Probleme möglich sind.

Das System wurde gebaut, um Wasser in mehrere Gemeinden zu bringen. Wurde es auch gebaut, um ein Unwetter zu tragen? Diese Frage stellt niemand, solange es aus dem Hahn läuft.

Der Betrieb bittet um Verständnis und Geduld. Die Menschen in Shtip werden beides aufbringen. Die Frage ist, ob bis zum nächsten Unwetter jemand diese Schwelle von 50 NTU anhebt - oder ob wir im nächsten August dieselbe Pressekonferenz mit denselben Zahlen lesen.