Noch eine Durchsuchung in Ohrid, noch eine Waage mit weißem Pulver: Der kleine Fisch geht immer am leichtesten ins Netz
04.07.2026
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23.04.2026
23.04.2026
12.04.2026
Weniger als zwei Wochen nach Saisonende fand in Wien die Auslosung für die Gruppenphase der EHF Champions League der Männer 2026/27 statt, und sie kommt mit einem neuen Format. Die Zahl der Teams stieg von 16 auf 24, aufgeteilt in sechs Gruppen zu je vier. Die ersten zwei jeder Gruppe ziehen in die Hauptrunde ein, der Dritte und Vierte machen in der European League weiter. Titelverteidiger Barcelona ist in Gruppe E mit Montpellier, Dinamo București und Aarhus, während Finalist Füchse Berlin Veszprém, Porto und Partizan zog. Der Start ist am 9. und 10. September. Eine größere Liga bedeutet mehr Spiele und mehr Geld für die EHF - aber auch dünnere Qualität in den ersten Runden, wo nun auch Platz für Teams ist, die früher hier nichts zu suchen hatten.
Die EHF gab das Team der Saison 2025/26 bekannt, und die Dominanz zweier Klubs ist offensichtlich. Barcelona stellt vier Spieler, Füchse Berlin drei, und Dänemark - der neue Europameister - ist mit vier seiner Nationalspieler vertreten. Im Tor steht Emil Nielsen (Barcelona), Rückraummitte ist der Slowene Domen Makuc, und auf Rückraum rechts erneut Mathias Gidsel, der Spieler, der in den letzten Jahren alle Einzelauszeichnungen einsammelt. Die Abstimmung ist in vier Gruppen geteilt - Fans, Spieler, Trainer und Medien, jede mit 25 Prozent. Es klingt demokratisch, doch wenn die zwei reichsten Klubs fast das ganze Team füllen, ist die Frage, ob das die beste Mannschaft der Saison ist oder nur die meistgesehene.
Während die großen Mächte die Dinge unter sich aufteilen, wächst auf dem Balkan ein neuer Akteur. Griechenland hat zum ersten Mal in der Geschichte die Qualifikation seiner Frauennationalmannschaft für die EHF EURO geschafft, was für ein Land ohne Handballtradition ein großer Sprung ist. Dahinter steht eine Generation von Spielerinnen, die lange zusammen aufwuchsen, wie Eleni-Ioanna Kerlidi, die parallel auch Beachhandball spielt und mit PAOK das nationale Double gewann. „Wir glaubten nicht, dass wir es geschafft hatten - erst als die auf der Bank zu feiern begannen, begriffen wir es", erzählt sie über das entscheidende Spiel gegen Spanien. Der Balkan bringt selten Handballgeschichten aus dem Nichts hervor - doch wenn sie geschehen, lohnt es sich, sie festzuhalten, denn sie zeigen, dass es auch ohne Tradition mit Arbeit geht.
Der mazedonische Handball bekommt, was er wollte: Vardar 1961 kehrt in die Champions League zurück. Auf eine Sondereinladung der EHF ist der Klub aus Skopje in Gruppe B gesetzt, gemeinsam mit dem französischen Nantes, dem deutschen Melsungen und dem polnischen Wisła Płock. Der Spielplan ist hart - Start auswärts bei Melsungen am 9./10. September, dann kommt Nantes nach Skopje. Es ist keine leichte Gruppe, doch für einen Klub, der jahrelang mit Finanzproblemen und dem Absturz von der Spitze kämpfte, ist allein die Rückkehr unter die Besten ein Sieg für sich. Nun kommt der schwerere Teil - zu beweisen, dass der Platz verdient ist, nicht nur mit einer Einladung geschenkt.
Der mazedonische Handball glänzte auch individuell. Der Torwart von Eurofarm Pelister, Nikola Mitrevski, zwang die EHF, seinen spektakulären Assist zu Dejan Manaskov im Spiel gegen Barcelona zu würdigen - ein Torwart, der, statt nur zu verteidigen, ein Tor gegen den stärksten Klub Europas kreiert. Unterdessen wurde der slowenische Rückraumspieler von Vardar, Jaka Maluš, zum besten Rückraummittespieler im Team der EHF European League gewählt. Zwei Namen, zwei Klubs, eine Erinnerung - der mazedonische Handball kann noch immer Momente hervorbringen, die Europa zur Kenntnis nimmt. Die Frage ist, ob die Klubs um diese Spieler diese Klasse länger als eine Saison halten können.
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Die Katalanen wieder an der Spitze Europas, während Bitola seinen Kapitän vor der WM im Januar in Deutschland hält.