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Deutschland bereitet die Antwort auf die Drohne über Leipzig vor: Ein Monat Ermittlung und Abstimmung, bevor der Name fällt

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Deutschland bereitet die Antwort auf die Drohne über Leipzig vor: Ein Monat Ermittlung und Abstimmung, bevor der Name fällt

Deutschland wird bald seine Antwort auf den mutmaßlichen Drohnenangriff auf den Flughafen Leipzig/Halle bekanntgeben, kündigte Bundeskanzler Friedrich Merz an. Die Ermittlungen stehen kurz vor dem Abschluss, und in der Bundesregierung gebe es bereits breiten Konsens über die Reaktion. Der Vorfall ereignete sich Anfang August - „bald“ bedeutet in diesem Fall also einen Monat später.

„Wir sind in der Abschlussphase der Ermittlungen“, sagte Merz und versprach, die Entscheidung werde in den kommenden Tagen mitgeteilt. „Es wird nicht mehr viel länger dauern“, fügte er hinzu. Berlin bereitet vor, die Verantwortung Russland zuzuschreiben und in der kommenden Woche schärfere Maßnahmen zu verkünden. Deutsche Offizielle nennen bislang keine Details - die offizielle Zuschreibung kommt nach Abschluss der Ermittlungen.

Die Maßnahmen werden vorab abgestimmt

Merz war auch präzise darin, wer weiß, was folgt: „Es ist bereits abgestimmt. In den kommenden Tagen wird es mit der Europäischen Union und unseren Partnern in der NATO finalisiert.“ Und dann der Satz, der am meisten sagt: „Es wird eine deutsche Antwort sein, aber unsere Partner in EU und NATO werden davon nicht überrascht sein.“

Mit anderen Worten: Die Antwort ist deutsch in der Unterschrift, aber kollektiv im Inhalt. Das ist zugleich Stärke und Schwäche dieses Modells: Kein europäischer Staat antwortet mehr allein, aber niemand kann auch schneller reagieren als der Langsamste in der Gruppe.

Die Optionen sind breiter als zuvor

Die möglichen Maßnahmen gehen über das hinaus, was Berlin bereits getan hat - die Ausweisung von Diplomaten und die Schließung des russischen Kulturzentrums. Auf dem Tisch liegen zusätzliche Sanktionen und erhöhte Waffenlieferungen an die Ukraine, abgestimmt mit dem neuen Sanktionspaket, das in Brüssel vorbereitet wird.

Unterdessen fanden deutsche Nachrichtendienste ein Waffenlager in der Nähe Berlins. Nach ihrem Verdacht könnten die Waffen für russische Operative bestimmt gewesen sein, die im Auftrag Moskaus Anschläge ausführen. Bestätigt sich das, geht das Gespräch nicht mehr um Drohnen über einem Flughafen, sondern um etwas, das Staaten im Krieg widerfährt.

Wird Europa rechtzeitig reagieren - oder so lange abstimmen, bis die Antwort ihren Sinn verliert? Auf dem Balkan weiß man gut, wie es aussieht, wenn Institutionen erst lange beraten und dann hetzen. Der Unterschied ist, dass die Beratung hier einen Monat dauert und nicht ein Jahrzehnt.