Neue Bänke und sanierte Pavillons im Park Makedonija: Überstehen sie auch nur einen Winter unbeschädigt?
13.06.2026
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12.04.2026
Die Zahl ist fast unangenehm überzeugend: 5 Minuten mit dem Zug gegen 65 Minuten mit dem Bus, für dieselbe Strecke in Skopje. Das zeigte eine Vergleichstour des Vereins „Go Green“, die die Strecke von Madzari ins Zentrum live testete - der Zug kam an, während der Bus noch unterwegs war.
Die Tour war Teil der Konferenz „Verkehr für alle - Skopje“ und hatte ein klares Ziel: zu zeigen, was Stadtbahn und ein Schnellbussystem (BRT) im Vergleich zum bestehenden Chaos bieten. „Die Busse fahren laut Fahrplan 65 Minuten, mit viermal weniger Kapazität als unsere Bahn“, sagte Direktor Goranco Jovanovski.
Die Zahlen hinter dem Projekt sind konkret. Die erste Phase des Stadtzugs (Zelenikovo - Skopje) ist zu 90,88 Prozent fertig, der Start ist für den 1. September 2026 angekündigt - zunächst mit zwei Zügen am Morgen und einem für den Rest des Tages. Die Experten von „Go Green“ betonen: Genau dieser Verkehr hält Fahrgäste im öffentlichen Nahverkehr und reduziert die Staus.
Und hier ist das alte Skopjer Paradox. Die Lösung für den Stau, der die Stadt erstickt, existiert bereits auf dem Papier und ist fast gebaut - während die Bürger seit Jahren über eine Stunde im Bus stehen für eine Strecke, die der Zug in fünf Minuten schafft. Warum sind wir so spät dran? Und, noch wichtiger: Wird der 1. September wirklich der 1. September sein, oder nur ein weiterer Termin, der sich verschiebt?
Skopje fehlt es nicht an Ideen für besseren Verkehr - es fehlt an pünktlicher Umsetzung. Funktioniert der Stadtzug wie versprochen, könnte dies eine der seltenen Infrastrukturgeschichten mit gutem Ende sein. Doch die Skopjer haben gelernt, die Gleise nicht zu feiern, bevor der erste Zug abfährt.
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