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Griechenland verlegt „Patriot“ nach Kreta: Iran nimmt bereits US-Basen in Südosteuropa ins Visier

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Griechenland verlegt „Patriot“ nach Kreta: Iran nimmt bereits US-Basen in Südosteuropa ins Visier

Griechenland verlegt eine Patriot-Batterie von Karpathos nach Kreta. Nicht wegen einer Übung, nicht wegen einer Rotation - sondern weil Iran Berichten zufolge bereits Angriffe auf amerikanische Militäreinrichtungen in Europa erwägt. Nicht im Nahen Osten. In Europa.

Das System soll nahe dem Marinekomplex in der Souda-Bucht stationiert werden, einer der wichtigsten amerikanischen und NATO-Positionen im östlichen Mittelmeer. Die Verlegung begann am Wochenende, griechische Medien veröffentlichten Fotos vom Verladen des Systems im Hafen vor dem Transport.

Das griechische Verteidigungsministerium äußerte sich offiziell nicht zu Details der Operation. Laut „Kathimerini“, die sich auf Quellen beruft, arbeiten griechische Verteidigungsbehörden und Streitkräfte wegen einer möglichen Ausweitung des Konflikts mit Iran in erhöhter Bereitschaft.

Wo der Nahe Osten aufhört

Laut „Financial Times“ beschränken iranische Kräfte ihre mögliche Antwort nicht mehr auf die Region. Zwei der iranischen Führung nahestehende Quellen erklären, Teheran analysiere Angriffe auf amerikanische Militärstandorte in Südosteuropa, falls Trump die Operation gegen Iran verschärft.

Konkret werden zwei Orte genannt. Der bulgarische Luftwaffenstützpunkt Bezmer, seit Juli für die Betankung amerikanischer Flugzeuge freigegeben. Und die britische Basis Akrotiri auf Zypern, die im März mit Drohnen getroffen wurde.

Sehen Sie sich diese Liste noch einmal an. Bulgarien. Zypern. Das sind keine abstrakten Punkte auf der Karte eines fernen Konflikts - das sind Nachbarn.

Die Reichweite ist die Zahl, die alles sagt

Nach Geheimdienstbewertungen, die mit Athen geteilt wurden, verfügt Iran über eine erhebliche Zahl ballistischer Raketen mit über 2.000 Kilometern Reichweite. Das ist der eine Satz der ganzen Geschichte, den man sich merken sollte, denn alles andere folgt daraus - auch Griechenlands Entscheidung, Luftabwehr auf einer Insel zu stationieren.

Wenn ein Staat beginnt, seine Patriot-Batterien zu verlegen, ist das keine Botschaft an den Gegner. Es ist ein Eingeständnis, dass sich die Risikobewertung geändert hat.

Mazedonien hat weder Bezmer noch Souda Bay noch eine eigene Batterie, die es irgendwohin verlegen könnte. Aber Mazedonien hat Geografie - und diese Geografie liegt genau in dem Teil Europas, der jetzt in Geheimdienstanalysen auftaucht. Liest bei uns überhaupt jemand diese Analyse?