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Dritte Nacht in Folge brennen Lager in Russland: Die Schläge treffen nicht die Front, sondern die Kette

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Dritte Nacht in Folge brennen Lager in Russland: Die Schläge treffen nicht die Front, sondern die Kette

Drei Nächte hintereinander, drei verschiedene Regionen, dasselbe Ziel - Lagerhallen. Die Logistikzentren des russischen Handelsriesen Ozon brennen vom Süden Russlands aufwärts, und das Muster ist zu ordentlich, um Zufall zu sein.

Der erste Schlag erfolgte am 22. August im Gebiet Samara. In der Nacht darauf war das Gebiet Orenburg an der Reihe. Am 24. August kamen die Schläge gleichzeitig - Krasnodar, Adygeja und die Region Stawropol.

In jeder der Anlagen brach Feuer aus. Hunderte Beschäftigte wurden evakuiert, der Betrieb gestoppt. Die Unternehmensführung bestätigte Schäden und ein gestörtes Liefernetz.

Es wird nicht auf Soldaten geschossen, sondern auf die Kette

Das ist keine neue Taktik, sondern eine Fortsetzung. In den Wochen zuvor bekamen die Lager des Konkurrenten Wildberries dieselbe Behandlung. Ukrainischen Quellen zufolge ist das Ziel die Logistikinfrastruktur, die russische Militäroperationen stützt.

Die Logik ist kalt und nachvollziehbar. Moderner Krieg wird nicht nur mit Granaten geführt - er wird mit Lastwagen geführt, mit Paletten, Lagern und Menschen, die wissen, wo was ist. Zerstöre das Lager, und du hast niemanden getötet, aber dafür gesorgt, dass die Dinge nicht dorthin kommen, wo sie hinsollen. Das ist billiger als ein Frontalangriff und schwerer zu flicken.

Dazu kommt ein zweiter, leiserer Effekt. Wenn ein Staat seiner Öffentlichkeit mitteilt, alles laufe nach Plan, während Beschäftigte gewöhnlicher Handelslager tief im Landesinneren drei Nächte hintereinander evakuiert werden - dann wird die Differenz zwischen Mitteilung und Wirklichkeit für alle sichtbar.

Die Geschichte, die selten erzählt wird

In allen Berichten über diese Angriffe beziehen sich die genannten Zahlen auf Objekte, auf Brände, auf unterbrochene Lieferungen. Die Menschen darin tauchen nur als „Evakuierte“ auf - eine Kategorie, keine Personen.

Das sind Lagerarbeiter. Menschen, die Pakete für Onlinebestellungen sortieren und mit diesem Lohn ihre Familien ernähren. Keiner von ihnen hat über irgendeine Front entschieden. Denkt bei uns, auf welcher Seite welcher Grenze auch immer, überhaupt jemand so über die Leute in der zweiten Schicht?