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Straße von Hormus blockiert — 2 Millionen Barrel täglich gefangen, während Iran drohte

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Zwei Millionen Barrel täglich. So viel Öl passiert die Straße von Hormus — und so viel Öl sitzt jetzt fest. Die amerikanische Blockade des wichtigsten Ölkorridors der Welt ist nicht nur eine Militäroperation, das ist eine wirtschaftliche Atombombe mit Verzögerungszünder.

Iran reagiert mit für den Heimatmarkt kalibrierter Rhetorik: „Amerikanische Schiffe werden auf den Meeresgrund sinken." Klingt dramatisch, aber das letzte Mal, als Iran direkt mit der amerikanischen Marine konfrontiert wurde, war das Ergebnis nicht gut für die Herausforderer. Die echte Bedrohung sind nicht iranische Raketen — es ist der globale Ölmarkt, der am Rande des Zusammenbruchs schwankt.

Schiffe unter Sanktionen passieren die Meerenge bereits stromabwärts, kaum dass die Blockade beginnt — was bedeutet, dass die Blockade entweder selektiv oder chaotisch ist. Beide Optionen sind schlecht. Selektive Blockade bedeutet: Washington schreibt die Regeln in Echtzeit. Chaotische Blockade bedeutet: Niemand kontrolliert die Situation.

Für gewöhnliche Menschen, von Skopje bis Singapur, bedeutet das eine Sache — teuereres Öl, teurerer Transport, alles teurer. Die Weltwirtschaft, die sich gerade mühsam von den letzten Schocks erholte, bekommt nun noch einen Schlag. Und während Generäle und Diplomaten mit Schiffen und Barrels kalkulieren, zahlen die Rechnung jene, die an der Zapfsäule stehen.

Die Straße von Hormus ist eng — an der engsten Stelle kaum mehr als 40 Kilometer. Aber die Folgen ihrer Schließung erstrecken sich über den ganzen Planeten. Und derzeit zeigt keine Seite Absichten nachzugeben.