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Janevska verspricht Gehaltserhöhungen im März 2027, während sofort 26 Schulen schließen und 433 Klassen wegfallen

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Janevska verspricht Gehaltserhöhungen im März 2027, während sofort 26 Schulen schließen und 433 Klassen wegfallen

Bildungs- und Wissenschaftsministerin Vesna Janevska hatte heute zwei Botschaften. Die erste richtete sich an die Lehrkräfte: „Sie sind sicher, sie müssen nicht an die Gehälter denken, die Gehälter werden jedes Jahr steigen. Im März nächsten Jahres werden die Lehrergehälter erneut erhöht.“

Die zweite richtete sich an die Wirklichkeit, und die klang anders.

Die Zahlen liegen schon vor

Nach Ministeriumsdaten gibt es dieses Jahr rund 3.000 Erstklässler weniger als im Vorjahr. Sechsundzwanzig Außenstellen werden vorübergehend geschlossen. Insgesamt 148 Schulgebäude stehen ohne Schüler da. Im Schuljahr 2026/2027 wird es 433 Klassen weniger geben - 222 in der Grund- und 211 in der Sekundarbildung.

Das sind keine Zahlen aus einer Prognose für 2035. Das ist der erste Schultag dieser Woche.

Janevska verteidigt die Zusammenlegung mit einem Argument, das Sinn ergibt: Es ist nicht gut, wenn eine kleine Gruppe von Fünf- bis Neunjährigen isoliert in einer Schule sitzt, weil sie sich so nicht mit anderen Kindern sozialisiert. Größere Gruppen bringen bessere Bedingungen - Smartboards, Tablets, mehr Gleichaltrige.

Das Argument stimmt. Es ist nur keine Antwort auf die Frage, warum die Kinder fehlen.

Die Vereinbarung mit der Gewerkschaft ist real, der Zeitrahmen aber lang

Die Erhöhungen sind Teil der Vereinbarung mit der Gewerkschaft SONK über ein Plus von 46 Prozent bis 2028. Sie begannen mit 5 Prozent im Oktober 2024, gingen mit 7 Prozent im März 2025 und 7,5 Prozent in diesem Jahr weiter. Die nächste folgt im März 2027.

In dem Moment also, in dem die Ministerin sagt, die Lehrkräfte seien sicher, liegt die nächste Auszahlung dieses versprochenen Zuwachses sechs Monate entfernt, während die Zahl der Klassen sofort sinkt. Eine Lehrkraft an einer Außenstelle, die ruhend gestellt wird, hört den Satz „die Gehälter werden steigen“ und blickt dabei auf eine leere Schulbank.

Aus dem Ministerium heißt es, die Reformen würden frühestens in fünf bis sechs Jahren Ergebnisse bringen, optimal in neun bis zehn.

Was nicht gesagt wird

Die Zusammenlegung ist eine Antwort auf die Demografie, nicht deren Ursache. Niemand im Ministerium erklärt, was der Staat tut, um die Familien zu halten, die diese 3.000 ersten Klassen beim Weggehen mitnehmen.

Eine Schule zu schließen ist eine Verwaltungsentscheidung. Dass eine Familie auswandert, ist eine Reihe einzelner Entscheidungen über Gehalt, Gesundheitsversorgung und Zukunft. Die Zusammenlegung passt die Schulbänke der Zahl der Kinder an. Die Frage, die heute unbeantwortet blieb, ist, wer an der Zahl der Kinder arbeitet.