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Wir leben wie Geiseln im eigenen Zuhause: Bewohner von Kapištec fordern ein Ende des Lärms

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Wir leben wie Geiseln im eigenen Zuhause: Bewohner von Kapištec fordern ein Ende des Lärms

„Wir leben wie Geiseln im eigenen Zuhause" - mit diesem Satz beschreiben die Bewohner des Skopjer Viertels Kapištec ihren täglichen Kampf gegen den übermäßigen Lärm aus dem beliebten Lokal „Intermeco". Die laute Musik, sagen sie, läuft bis in die späten Stunden, raubt ihnen Schlaf und Leben, und die Vibrationen sind so stark, dass sie bis in die Wohnungen zu spüren sind.

Das Problem ist nicht neu - es dauert seit Jahren an, trotz der bei den Behörden eingereichten Beschwerden. Die Bewohner berichten auch von gesundheitlichen Folgen durch den chronischen Stress, und ihr Haupteinwand ist einfach: Das Gesetz existiert, aber niemand setzt es durch.

Deshalb fordern sie jetzt eine dringende Reaktion der Gemeinde Centar, der staatlichen Marktinspektion und des Innenministeriums - das Gesetz zum Schutz vor Umgebungslärm anzuwenden und die Betriebsgenehmigungen des Lokals zu überprüfen. Werden ihre Forderungen nicht erfüllt, drohen sie mit einer Verschärfung der Aktionen, einschließlich Massenprotesten und Straßenblockaden.

Die Geschichte ist jedem vertraut, der in einer Stadt lebt, in der Nachtleben und Wohnhäuser dieselbe Straße teilen. Die Frage ist nicht, ob Lokale das Recht haben zu arbeiten - sondern warum ein Lärmgesetz, das auf dem Papier existiert, so selten diejenigen erreicht, die es brechen. Wenn ein Bürger mit einer Blockade drohen muss, um zu bekommen, was ihm das Gesetz garantiert, ist das kein Sieg der Demokratie - es ist ein Eingeständnis, dass Institutionen erst funktionieren, wenn jemand sie dazu zwingt.