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Ampeln sprießen auf dem Širok Sokak: Die Korzo bekam etwas, das die halbe Stadt Bitola wollte und die andere Hälfte nicht verlangte

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Ampeln sprießen auf dem Širok Sokak: Die Korzo bekam etwas, das die halbe Stadt Bitola wollte und die andere Hälfte nicht verlangte

Auf dem Širok Sokak in Bitola sind Ampeln gesprossen - und wie üblich bei allem, was die berühmteste Promenade der Stadt berührt, sind die Reaktionen geteilt. Aufgestellt wurden sie an der Kreuzung beim Hotel „Epinal", noch funktionieren sie nicht, und sie sollen im Herbst in Betrieb gehen, nach dem Filmfestival „Gebrüder Manaki".

Die Idee dahinter ist praktisch. Die Kreuzung ist heikel - Fahrzeuge müssen auf Fußgänger warten, die den Širok Sokak einzeln überqueren, was Stau erzeugt, und laut Analysen ist die Hälfte des dortigen Tagesverkehrs nur Durchgangsverkehr. Die Ampeln sollen Ordnung bringen, und die Fußgängerflächen wurden mit weißen Inseln verbreitert.

Hier endet die Einigkeit unter den Bürgern. Die einen sagen, Ordnung sei längst nötig gewesen; die anderen fragen, ob eine Ampel auf der Promenade genau das ist, was dem Ambiente der schönsten Straße der Stadt fehlte. Ästhetik gegen Funktion - ein alter Bitola-Streit, der diesmal ein Licht an der Ampel hat.

Die Gemeinde kündigt auch zusätzliche Fußgängerampeln zur Steinbrücke an sowie die Umwandlung des Platzes „Goce Delčev" in eine autofreie Zone. Ob der Širok Sokak sicherer wird oder nur ein weiterer Ort, an dem man auf Grün wartet - das wird die Zeit zeigen. Vorerst bekommt die Promenade etwas, das die halbe Stadt wollte und die andere Hälfte nicht verlangte.