Skip to content

25 Jahre nach Karpalak: Prilep liest erneut die zehn Namen vor, die der Staat selten ausspricht

1 Min. Lesezeit
Teilen
25 Jahre nach Karpalak: Prilep liest erneut die zehn Namen vor, die der Staat selten ausspricht

Ein Vierteljahrhundert ist seit dem 8. August 2001 vergangen, als ein Militärkonvoi, der von der Kaserne „Mirche Acev” in Prilep Richtung Tetovo aufgebrochen war, bei der Ortslage Karpalak überfallen wurde. Zehn Reservisten aus Prilep kehrten nicht nach Hause zurück.

Sasho Kitanoski, Nane Naumoski, Branko Sekuloski, Marko Despotoski, Erdovan Shabanoski, Ljube Grujoski, Darko Veljanoski, Vebi Rushitoski, Goran Minoski und Pece Sekuloski. Zehn Namen, die in Prilep jeder kennt und die jedes Jahr erneut laut verlesen werden.

Die Gedenkfeier begann gestern Abend um 18 Uhr mit der Kranzniederlegung am Denkmal auf dem Kasernengelände - demselben Gelände, von dem der Konvoi aufbrach. Um 19 Uhr fuhren die Delegationen ins Dorf Lenishte, zum Denkmal der Verteidiger, im Kloster „Sveta Petka” fand ein Abendgottesdienst statt.

Heute in den frühen Morgenstunden brachen Vertreter der Familien und der Gemeinde zur Ortslage Karpalak an der Straße Skopje - Tetovo auf. Danach: der Besuch der Gräber. Die zentrale Gedenkfeier ist für 13 Uhr vor dem Gedenkkomplex im Zentrum von Prilep angesetzt.

Bürgermeister Dejan Prodanoski sagte, das Opfer verpflichte. „Vor einem Vierteljahrhundert ließen zehn unserer Verteidiger aus Prilep ihr Leben bei der Verteidigung der Heimat. Ihr Opfer verpflichtet uns, sie niemals zu vergessen”, sagte er.

Fünfundzwanzig Jahre reichen, damit eine ganze Generation ohne Erinnerung an 2001 aufwächst. In Prilep lebt diese Erinnerung, weil die Stadt sie trägt - die Familien, die Kameraden, die Nachbarn. Die Frage ist, wie lange eine Gemeinschaft allein eine Erinnerung tragen kann, die eigentlich staatlich sein sollte.