20 Schüler in Skopje mit Magenbeschwerden: Vergiftung oder Virus - und die Behörden sind sich uneinig, wer wen informiert hat
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23.04.2026
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12.04.2026
Das ganze Internet kennt das Bild: ein Hund, der in einem brennenden Zimmer sitzt und ruhig sagt „das ist in Ordnung". Das „This is fine"-Meme des Illustrators K.C. Green wurde zum Symbol dafür, wie man so tut, als sei alles normal, während ringsum alles brennt. Diesmal jedoch brannte das Urheberrecht selbst - denn das KI-Start-up Artisan nutzte genau diesen Hund in seinen Anzeigen, ohne jemanden zu fragen.
Die Anzeigen erschienen auf Bussen und in der Metro in New York und San Francisco. Darauf sitzt der berühmte Hund inmitten der Flammen, daneben der Text: „Meine Pipeline brennt" und „Stell Ava ein, den KI-Agenten". Die Botschaft ist klar - statt eines Menschen nutze unsere künstliche Intelligenz. Die Ironie, dass ein KI-Unternehmen fremde Kunst stahl, um KI zu verkaufen, entging dem Unternehmen offensichtlich selbst.
Green schwieg nicht. Er erklärte öffentlich, seine Kunst sei „so gestohlen worden, wie KI stiehlt", und rief seine Follower auf, die Anzeigen zu „vandalisieren". Er beklagte auch etwas, das jeder unabhängige Kreative kennt: Statt an dem zu arbeiten, was er liebt, muss er Zeit und Energie auf Rechtsstreitigkeiten gegen jemanden mit weit mehr Geld verwenden.
Am Ende kam die Einigung schnell. Artisan willigte ein, die Anzeigen mit Greens Figur aus beiden Städten zurückzuziehen, und Green nahm seinen kritischen Beitrag herunter. „Wir haben ziemlich schnell eine Einigung erzielt", bestätigte der Urheber. Das Unternehmen, dessen Gründer und Geschäftsführer Jaspar Carmichael-Jack ist, hatte zuvor behauptet, es habe „großen Respekt vor Green und seinem Werk" - einen Respekt, den es offenbar erst entdeckte, nachdem die Figur bereits an den Bussen hing.
Der Fall ist klein, doch er sagt etwas Größeres. Während die KI-Industrie von Kreativität und Zukunft spricht, nimmt sie in der Praxis oft einfach das fertige Werk anderer und verpackt es als ihr eigenes. Die Frage, die bleibt, ist nicht, ob Green seine Anzeigen abgehängt bekommt - das ist bereits geschehen -, sondern wie viele Kreative weder die Zeit noch das Geld haben, zu kämpfen, und wie viele „This is fine"-Anzeigen unbemerkt durchgehen.
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