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Die koreanische Gewohnheit, die den Tag verändert: Wach auf ohne Hast

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Die koreanische Gewohnheit, die den Tag verändert: Wach auf ohne Hast

Die meisten von uns beginnen den Tag im Wettlauf - Wecker, Handy, der erste Schluck Kaffee im Gehen, und schon sind wir spät dran. Eine koreanische Gewohnheit, die sich langsam über die Welt verbreitet, schlägt etwas fast Rebellisches vor: aufzuwachen ohne Hast.

Die Idee ist einfach, aber nicht leicht. Statt uns gleich in die Pflichten zu stürzen, werden die ersten Minuten des Tages der Ruhe gewidmet. „Man fühlt sich gelassener und mehr mit sich selbst verbunden", erklärt die Wellness-Expertin Maria Plaza. Es geht nicht um einen halbstündigen Luxus - sondern um die Veränderung des Tons, mit dem wir in den Tag treten.

Die konkreten Schritte sind bekannt, doch selten tun wir sie alle zusammen: ein Glas warmes Wasser oder Kräutertee gleich nach dem Aufwachen; ein paar Minuten leichtes Dehnen oder sanftes Yoga; das kurze Aufschreiben von etwas, wofür wir dankbar sind; und das Planen des Tages in Ruhe, ohne Druck. Selbst die Hautpflegeroutine ist hier keine Kosmetik, sondern ein Moment der Achtsamkeit - eine Art, im Jetzt zu sein, statt schon zur nächsten Aufgabe zu hetzen.

Ein Skeptiker würde sagen, das sei schlichte Selbsthilfe in exotischem Gewand - und teils hat er recht. Doch der Punkt ist nicht, dass es „koreanisch" ist, sondern dass es uns an etwas erinnert, das wir vergessen haben: dass die Art, wie wir den Tag beginnen, alles färbt, was danach folgt. Du musst dafür nicht früher aufstehen. Es genügt, die ersten zehn Minuten nicht damit zu verbringen, fremdes Leben auf einem Bildschirm zu betrachten.