Noch eine Durchsuchung in Ohrid, noch eine Waage mit weißem Pulver: Der kleine Fisch geht immer am leichtesten ins Netz
04.07.2026
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23.04.2026
23.04.2026
12.04.2026
Es gibt Menschen, die mitten in einem Streit immer weinen - nicht weil sie schwach sind, sondern weil ihr Gehirn schneller arbeitet als ihre Worte. Und entgegen dem, was wir denken, ist dieses Weinen kein Zeichen dafür, dass jemand zerfällt, sondern dass er sich reguliert.
Die Psychologin Ana Galán, Spezialistin für Angst und Emotionsmanagement, erklärt den Mechanismus. Wenn wir scharfe Worte hören, verarbeitet das Gehirn sie als echte Gefahr und schlägt Alarm. Das Herz beschleunigt, die Atmung wird flach, der Körper schüttet Cortisol und Adrenalin aus. Die Tränen sind hier das Ventil - eine Art für den Körper, einen Teil des angestauten Drucks abzubauen und die Stresshormone zu senken.
Weinen, sagt Galán, kommt nicht immer von Traurigkeit in jenem Moment. Oft ist es das Ergebnis lange unterdrückter Gedanken, Emotionen oder Bedürfnisse, die schließlich überlaufen, wenn die Intensität ihren Höhepunkt erreicht. Es kann auch von Frustration, Ohnmacht oder dem Gefühl kommen, dass einen jemand zutiefst nicht versteht. Bei hochsensiblen Menschen wird all das stärker erlebt - doch Sensibilität ist kein Defekt, sondern eine Eigenschaft, die, gut geführt, zum Vorteil wird.
Statt sich der Tränen zu schämen, schlägt Galán fünf Dinge vor: Halte inne, bevor du antwortest, trenne die Fakten von deiner eigenen Deutung, übe, klar zu sagen, was du fühlst, lerne dich selbst kennen und wahre deine Selbstachtung. Und ein Satz, den man sich merken sollte: Leicht zu weinen ist keine Schwäche, sondern Menschlichkeit - eine der leisesten und doch mutigsten Formen der Stärke.
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