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Mickoski, Siljanovska und Gashi zum 24. Mai - gleicher Ablauf, gleiche Kirche in Ohrid, wie jedes Jahr

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Mickoski, Siljanovska und Gashi zum 24. Mai - gleicher Ablauf, gleiche Kirche in Ohrid, wie jedes Jahr

Am 24. Mai, dem Tag der allslawischen Aufklärer, eröffnete Premierminister Hristijan Mickoski die zentralen Feierlichkeiten in Ohrid mit einer Rede bei der Festakademie in der Kirche "Hl. Sophia". Thema: "Vom Buchstaben zur Ewigkeit". Das Programm umfasste auch eine Kranzniederlegung am Denkmal für Kyrill und Method an der Ohrider Promenade.

Ein identischer Ablauf eines eintönigen Tages - ein paar Reden, Zeremonie, Fotografie - wird jedes Jahr seit Jahrzehnten wiederholt, mit den gleichen Aussagen rotierender politischer Figuren. Auch dies ist ein Jahr, in dem nicht viel anders passiert ist. Trotz des traditionellen Rhythmus fallen die Feierlichkeiten diesmal in einen Moment, in dem die mazedonische Sprache erneut unter politischem Druck im EU-Verhandlungsprozess mit Bulgarien steht.

Präsidentin Gordana Siljanovska-Davkova betonte in ihrer Botschaft, dass "Sprache nicht nur eine Summe von Wörtern ist, sondern ein kollektives Gedächtnis, ein Wertekanon und eine Zugehörigkeit, die ein Volk durch die Zeit trägt". Parlamentspräsident Afrim Gashi führte eine Delegation in den Vatikan zu ähnlichen Feiern an, und aus der oppositionellen SDS erinnerte Parteichef Venko Filipche daran, dass "niemand bedrohen kann, was international bestätigt wurde" hinsichtlich der mazedonischen Sprachrechte in der EU.

Die Frage, die alle in diesen Reden umgehen: Wenn die Sprache wirklich "anerkannt und geschützt" ist, warum muss dieser Satz jedes Jahr mit solcher Beharrlichkeit wiederholt werden? Anerkennung ist nichts, was tägliche Bestätigung verlangt - sie existiert entweder oder nicht. Je öfter sie wiederholt wird, umso mehr sieht es danach aus, als versicherten wir uns selbst etwas, das nicht sicher ist.

Die Festakademien in Ohrid haben ihre Rolle - kulturell, geistlich, symbolisch. Aber wenn die politische Spitze 15 Jahre lang vor derselben Kirche mit dem gleichen Text steht, haben die Bürger das Recht zu fragen - was ist tatsächlich neu? Und wenn nichts neu ist - vielleicht ist das gerade der Punkt.