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Mucunski aus Helsingborg bei NATO-Treffen - der Westbalkan unter erheblichem böswilligem Einfluss externer Akteure

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Mucunski aus Helsingborg bei NATO-Treffen - der Westbalkan unter erheblichem böswilligem Einfluss externer Akteure

Außenminister Timčo Mucunski sprach beim Treffen der Außenminister der NATO-Mitgliedstaaten in Helsingborg, Schweden, mit einer Botschaft, die diplomatisch nicht zugeschliffen war. „Der Westbalkan bleibt ein Raum in Europa, in dem ein ernsthafter böswilliger Einfluss fortbesteht", sagte Mucunski. Übersetzt: Ihr habt das Problem nicht gelöst. Ihr habt es nur vergessen.

Das Helsingborg-Treffen (21.-22. Mai 2026) dient der Vorbereitung des bevorstehenden NATO-Gipfels in Ankara, terminiert für Juli dieses Jahres. Die Tagesordnung deckt alle aktuellen Sicherheitsherausforderungen ab - Ukraine, Nahost, Cyberbedrohungen, Desinformation. Der Balkan stand nicht in der ersten Reihe. Mucunski drängte darauf, dass er hineingesetzt wird.

Seine These - die Region funktioniert als umkämpfter Raum, in dem sich fünf Einflusslinien kreuzen: europäische Integration, russischer Druck, chinesische Infrastrukturinteressen, ethnischer Nationalismus und Desinformationskampagnen. Schwache heimische Institutionen bedeuten offene Türen für äußeren Einfluss. Wir haben noch nicht herausgefunden, wie man diese Türen ohne zusätzliche westliche Unterstützung schließt.

Zur Verteidigungsfinanzierung erwähnte Mucunski das NATO-Ziel von 5 Prozent BIP für Verteidigung. Mit wichtigem Zusatz - nicht nur Ausgaben, sondern auch widerstandsfähige Institutionen, Cybersicherheit und ein öffentliches Verständnis für Sicherheitsfragen. Das ist eine klügere Botschaft als die klassischen Zahlen zu Waffen und Panzern. Desinformation kann im 5G-Zeitalter Schaden anrichten, den keine Panzerbrigade rückgängig macht.

Die Frage, die ohne offene Antwort bleibt - was bekommt Mazedonien konkret. Erklärungen in Helsingborg sind das eine, Geld und Programme das andere. Der Gipfel in Den Haag im Vorjahr brachte Verpflichtungen zu höherer Verteidigungsfinanzierung - aber wie viel davon kommt bei den mazedonischen Institutionen an? Wie viel davon endet als echte Stärkung der Sicherheit? Mucunski antwortete öffentlich nicht. Muss er vielleicht auch nicht. Aber die Bürger haben ein Recht zu wissen, ob 5 Prozent BIP für Verteidigung auch 5 Prozent mehr Sicherheit bedeuten - oder einfach 5 Prozent weniger Budget für alles andere.