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20 Millionen Euro für ein Rechenzentrum: doch die erste Frage ist, wer diese 20 Serverräume bisher betrieben hat

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20 Millionen Euro für ein Rechenzentrum: doch die erste Frage ist, wer diese 20 Serverräume bisher betrieben hat

Zwanzig Millionen Euro für die erste Phase. So viel kostet das Vorhaben des Staates, seine zersplitterten IT-Systeme an einem Ort zusammenzuführen - in einem Nationalen Rechenzentrum mit einer installierten Leistung unter einem Megawatt.

Der Minister für digitale Transformation, Stefan Andonovski, besteht auf der Größenordnung: „Wir sprechen nicht von einem Hyperscale-Rechenzentrum mit 50 bis 100 Megawatt, wie es kommerzielle Rechenzentren weltweit sind, sondern von einem kleinen Rechenzentrum mit weniger als einem Megawatt installierter Leistung.” Das Maximum in 20 bis 25 Jahren läge bei fünf Megawatt.

Der Grund, warum überhaupt darüber gesprochen wird, ist interessanter als das Projekt selbst. Heute verteilen sich staatliche Systeme und Geräte auf mehr als zwanzig kleinere Rechenzentren und Serverstandorte. Zwanzig getrennte Orte, an denen der Staat Strom, Kühlung, unterbrechungsfreie Stromversorgung, Netzwerk- und Serverhardware, physische und Cyber-Sicherheit sowie Wartung bezahlt.

Andonovski verglich das mit der Bewirtschaftung von zwanzig kleinen Feldern, verstreut von Ohrid bis Kumanovo und von Skopje bis Strumica - jedes braucht Ausrüstung, Personal, Logistik und Bewachung.

Die Finanzierung läuft über den Wachstumsplan und die Reformagenda: rund 30 Prozent als Zuschuss, die übrigen 70 Prozent werden als vergünstigte Finanzierung mit internationalen Partnern geprüft. Der Bau soll 24 Monate dauern, nach Abschluss der Umweltprüfungen und der Standortwahl. Die Migration erfolgt nicht gleichzeitig - zuerst die kritischen Systeme, die derzeit unter unzureichenden Bedingungen untergebracht sind.

Nun zu den Fragen, die die Mitteilung nicht beantwortet. Wer hat diese zwanzig Serverräume all die Jahre betrieben, und was haben sie insgesamt gekostet? Wenn nun gesagt wird, ein Teil der staatlichen Systeme stehe unter „unzureichenden Bedingungen” - wer hat sie dorthin gebracht, und was ist unter diesen Bedingungen mit den Daten der Bürger geschehen?

Der Standort ist nicht gewählt. Das Projekt steckt in der Machbarkeitsstudie. Die technischen Parameter, sagt der Minister, würden vor den endgültigen Entscheidungen öffentlich präsentiert. Dieses Versprechen sollte man sich merken - denn hierzulande misst sich der Abstand zwischen versprochen und präsentiert meist in Jahren.