Teile von Butel und Centar heute ohne Strom - Museum für moderne Kunst sechs Stunden ohne Versorgung, warum keine SMS an die Kunden?
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23.04.2026
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12.04.2026
Papst Leo XIV., der neue Anführer der katholischen Kirche, veröffentlichte am Montag die erste Enzyklika seines Pontifikats mit dem Titel Magnifica Humanitas. Thema: „Schutz des menschlichen Antlitzes im Zeitalter der künstlichen Intelligenz". Das Dokument umfasst 200 Seiten, und obwohl der Titel von KI spricht, geht es im Kern um Machtkonzentration - ein altes Thema in neuem Kontext.
Der Papst stellte das Dokument gemeinsam mit Chris Olah, Mitgründer von Anthropic, vor. Eine symbolische Geste - die katholische Hierarchie stellt sich neben eines der führenden KI-Unternehmen in einem Moment, in dem viele andere KI-Akteure in die Gegenrichtung laufen, ohne Aufsicht. „Wenn Macht in den Händen weniger konzentriert ist, wird sie undurchsichtig und entzieht sich der öffentlichen Kontrolle", schreibt Leo XIV.
Die Enzyklika kommt wenige Tage, nachdem US-Präsident Donald Trump die Unterzeichnung einer KI-Verfügung verschoben hat - einer Verordnung, die dem Staat Kontrolle über neue Modelle vor deren Veröffentlichung gegeben hätte. Laut Berichten kam die Verschiebung unter Druck von Investor David Sacks, dem ehemaligen KI-Zar im Weissen Haus. Das zeigt: Der Kampf um die Regulierung ist nicht vorbei - er beginnt erst.
Der Papst fordert das Ende des „KI-Wettrüstens" - des Drucks, den Unternehmen und Staaten erzeugen, um „immer mächtigere Algorithmen und grössere Datenbanken" für geopolitische oder kommerzielle Dominanz zu bauen. „Abrüsten heisst, die Annahme zu diskreditieren, dass technische Macht automatisch das Recht zu herrschen verleiht", schreibt er.
Ist das das erste Mal, dass die Kirche über technologische Macht spricht? Nein. Papst Leo XIII. tat in der Enzyklika Rerum Novarum von 1891 dasselbe für die Industrielle Revolution. Doch die Zeit ist eine andere. Musk selbst mit seinem Kauf von Twitter und der Umfunktionierung der Plattform gegen das öffentliche Interesse ist ein anschauliches Beispiel dafür, wovor Leo XIV. heute warnt.
Professor Paolo Carozza von Notre Dame, Mitglied der Päpstlichen Akademie der Sozialwissenschaften, fügt etwas Konkretes hinzu: Desinformation und KI-generierte Deepfakes zerstören „unsere Fähigkeit zu erkennen, was wahr ist und was nicht - und das hat reale Folgen für die demokratische Politik". Das Sammeln und Manipulieren persönlicher Daten, fügt er hinzu, stelle „grundlegende Herausforderungen für die kognitive Freiheit" dar.
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