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Polen gibt der Ukraine keine MiG-29: Selbst die engsten Verbündeten wollen jetzt etwas zurück

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Polen gibt der Ukraine keine MiG-29: Selbst die engsten Verbündeten wollen jetzt etwas zurück

Polen wird der Ukraine keine MiG-29-Kampfjets liefern - und das nicht aus mangelndem guten Willen, sondern weil der Deal geplatzt ist. Der polnische Verteidigungsminister Wladyslaw Kosiniak-Kamysz sagte offen, Kiew habe den vereinbarten Tausch nicht eingehalten.

Die Logik des Abkommens war partnerschaftlich: Polen liefert die MiG-29, im Gegenzug erhält es ukrainische Drohnentechnologie und Abwehrsysteme gegen Drohnen. „Die Ukrainer haben anfangs zugestimmt, den Vertrag aber nicht eingehalten", erklärte der Minister. Mit anderen Worten - Kiew nahm, was es brauchte, und gab nichts zurück. Das bilaterale Sicherheitsabkommen vom Juli 2024 sah die Übergabe von mindestens 14 Flugzeugen vor, die Lieferungen wurden bereits Mitte Juni genau wegen dieser Nichterfüllung gestoppt.

Polen betont, die derzeitige Regierung schütze die nationalen Interessen entschlossener als ihre Vorgänger. Das ist eine Botschaft, die über einen Jet-Vertrag hinausgeht - selbst die engsten Verbündeten der Ukraine ziehen jetzt eigene Grenzen und verlangen etwas zurück. Solidarität hat offenbar ein Ablaufdatum und einen Preis.

Für die Region ist das eine Erinnerung daran, dass es in der internationalen Politik keine kostenlosen Freunde gibt. Wenn ein Land, das gestern noch bedingungslos half, plötzlich zählt, was es zurückbekommt, dann tritt der Krieg in eine Phase, in der jeder seine eigene Rechnung aufmacht. Und wenn Verbündete anfangen zu feilschen, ist das meist ein Zeichen, dass die lange Phase der Erschöpfung bereits begonnen hat.